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Ring politischer Jugend gegründet – über Parteigrenzen hinweg

Zeichen für die Demokratie setzen

HAMELN. „Das Zauberwort heißt Koalition“, betonte die stellvertretende Landrätin Ruth Leunig bei der Gründungsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Ring politischer Jugend Hameln-Pyrmont. Am Samstagabend präsentierten drei hoch motivierte junge Politiker die Ziele und Aufgabenfelder des RPJ.

veröffentlicht am 23.04.2017 um 14:59 Uhr
aktualisiert am 23.04.2017 um 18:50 Uhr

Sie wollen sich parteiübergreifend mit politischen Themen auseinandersetzen und junge Menschen für Politik begeistern. Foto: hsp

Autor:

Hannah Sophie Platt
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Vertreter der Jugendorganisationen der Parteien FDP, CDU, SPD und Die Linke entschlossen sich bereits im September 2016 dazu, eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben zu rufen. Sie wollen sich parteiübergreifend mit politischen Themen auseinandersetzen und junge Menschen für Politik begeistern, erklärt Johanna Thiemer, eine der Vorsitzenden des RPJ. Das junge Team besteht außerdem aus Fener Mala von den Jungen Sozialen, Henrik Woltemate, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Liberalen, und Timo Schwickerath von der Linksjugend „Solid“.

Die Idee zu einer solchen Initiative kam den Jungen Sozialen und den Jungen Liberalen während der Kommunalwahlen im letzten Jahr. Schnell verbreitete sich der Gedanke und es fanden sich zwei weitere Jugendorganisationen, die an dem Projekt teilnehmen wollten. Sie wollen neue Mitglieder nicht für einen Beitritt in ihre Partei überzeugen, sagt Fener Mala. Vielmehr sei es ihnen wichtig, junge Menschen für Politik zu gewinnen und in Zeiten der Flüchtlingskrise gegen Extremismus, Sexismus und Intoleranz zu arbeiten, erklärt Henrik Woltemate.

An Sätzen wie: „Wir können ja sowieso nichts ändern“, stören sich die jungen Engagierten. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche darüber aufzuklären, wie wichtig es sei, sich politisch zu beteiligen. Die Gruppe will demokratische Kräfte einen und somit auch als „Demokratie-Lernort“ wirken. Die größte Hemmschwelle für politische Beteiligung junger Menschen sei die Unklarheit, wie man sich einbringen könne, auch darüber will der RPJ aufklären. Einmal im Monat trifft sich die Arbeitsgemeinschaft in der Sumpfblume. „Jeder Interessierte kann kommen und Ideen einbringen“, sagt Fener Mala. Gegen Ende der Veranstaltung unterschrieben die Vorsitzenden die gemeinsam ausgearbeitete Satzung.

Nach einer kurzen Begrüßung im Kultur- und Kommunikationszentrum Sumpfblume durch Johanna Thiemer richteten Besucher der Veranstaltung ihre Grußwörter an den Vorsitz des RPJ. „Über die Parteigrenzen hinweg könnt ihr viel erreichen“, betont Karin Echtermann von der SPD. Auch die Stadt Hameln sei sehr glücklich über den „Ring politischer Jugend“, sagt Bernd Himler, von der Hamelner Einrichtung „Familie im Zentrum“.

Neben den bereits genannten Unterstützern waren Vertreter der FDP anwesend. Auch Matthias Loeding von der Partei Die Linke, Johannes Schraps von der SPD und Michael Vietz von der CDU ließen es sich nicht nehmen, ihre Zustimmung zu zeigen. In anderen Städten gibt es diese Initiative bereits, und auch in Hameln ist der Ring politischer Jugend keineswegs eine Neuheit. Der SPD-Bundestagskandidat Johannes Schraps erinnert sich an seine Zeit als Praktikant bei Gabriele Lösekrug-Möller. Damals habe es die Arbeitsgemeinschaft schon einmal gegeben. Als das alte Hamelner Kino zu einem politisch rechten Schulungszentrum gemacht werden sollte, organisierte er mit der Hilfe des Rings politischer Jugend eine Demonstration. Damals habe man eine Menschenkette rund um die Hamelner Altstadt gebildet, mit dem Ziel, ein Zeichen zu setzten.

Das wollen auch die Mitglieder der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft RPJ. „Ich finde es klasse, dass ihr mit der Gründung ein Zeichen setzt. Ihr seid die Zukunft der politischen Jugend in diesem Landkreis“, sagt Ruth Leunig.

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