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Angehörige am Donnerstag in Hameln

Zehn weitere Stolpersteine werden verlegt

HAMELN. 68 Stolpersteine gibt es bereits in Hameln. Kommende Woche sollen zehn neue dazukommen. Die Steine erinnern an Hamelner, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden.

veröffentlicht am 20.09.2018 um 18:32 Uhr
aktualisiert am 21.09.2018 um 17:20 Uhr

Das Kunstprojekt wird fortgeführt: Bislang sind 68 Stolpersteine in der Stadt verlegt worden. Ihre Inschriften erinnern an Hamelner, die von den Nazis verfolgt beziehungsweise ermordet wurden. Nun kommen zehn weitere Steine hinzu. Foto: Dana
Muschik, Moritz

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Moritz Muschik Autor zur Autorenseite
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Die Oberfläche ist aus Messing, die Inschrift erzählt eine bewegende Geschichte: Vor vielen Häusern in Hameln finden sich sogenannten Stolpersteine. Am Donnerstag, 27. September, kommen zehn hinzu. Vier werden um 9 Uhr an der Deisterstraße 45 in den Boden eingelassen. An dieser Adresse hatte die Familie Birnbaum ihre letzte frei gewählte Bleibe. Eine halbe Stunde später geht es an der Kaiserstraße 21 mit der Verlegung von fünf Steinen in Gedenken an die Familie Blank weiter. Der zehnte Stolperstein wird zur Erinnerung an Willy Nega um kurz nach 10 Uhr an der Ohsener Straße in Höhe der Einmündung der Kuhbrückenstraße platziert. Kleinere zeitliche Verschiebungen sind möglich, wie Historiker Bernhard Gelderblom erklärt. Er ist Vorsitzender des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte, der die Geschichten der Hamelner Nazi-Opfer rekonstruiert und die Verlegung der Stolpersteine im Auftrag der Stadt Hameln organisiert.

Künstler Gunter Demnig wird die Stolpersteine verlegen. Auch Angehörige der Opfer werden dabei sein – ebenso wie Schüler des Viktoria-Luise-Gymnasiums. Sie stellen die mit Gelderblom aufbereiteten Biografien der Hamelner Nazi-Opfer vor Ort dar. Nach der Verlegung der Steine werden diese auch auf der Website des Vereins zu finden sein. Bürgermeisterin Karin Echtermann (SPD) empfängt die Angehörigen, die unter anderem aus den USA, Großbritannien und Polen kommen, gegen Mittag offiziell im Hochzeitshaus. Danach ist für die Angehörigen der Familie Blank eine Schulführung im Vikilu geplant – inklusive der Hermannschule. Als letzter Punkt steht der Besuch der Synagoge in der Bürenstraße auf dem Programm.



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