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Was wird aus Wouldham?

Zähes Ringen um Gelände an der Weser

Die Hamelner Politik ringt weiterhin um die Zukunft des ehemaligen Britengeländes zwischen Ohrscher Landstraße und Weser. Die Entscheidung hat sie aber möglicherweise gar nicht in der Hand.

veröffentlicht am 07.02.2019 um 20:34 Uhr

Die Zukunft des Wouldham-Areals an der Weser ist weiterhin ungewiss. Foto: wfx
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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HAMELN. Eigentlich würde die Stadtverwaltung gerne den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen: Der Großteil des Wouldham-Geländes soll als Auenwald der Natur überlassen werden. Den oberen bebauten Bereich, nah an der Bundesstraße, würde gerne die Feuerwehr als festes Übungsgelände nutzen.

In der Sitzung des städtischen Ausschusses für Recht und Sicherheit erläuterte Thomas Breitkopf, Leiter der Hauptamtlichen Wachbereitschaft, wie sich die oberen zwei Hektar des 22-Hektar-Areals nutzen ließen: Eine große Freifläche für Fahrzeuge oder Übungsparcours ist vorhanden, zwei Wasserbecken mit fünf Metern Tiefe für Tauchübungen ebenso. Auch für eine „Realbrandanlage“, Container in denen für Wohnungsbrände trainiert wird, wäre Platz.

„Rettungsübungen“ lautet auch das Stichwort für die SPD – aber in größerem Stil: Der Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann hatte im vergangenen Jahr ein Übungsgelände des Landes für THW, Feuerwehr und Co. auf dem Gelände gefordert. Am Donnerstagnachmittag machte sich SPD-Ratsherr Björn Lönnecker erneut für diese Pläne stark. Wie weit dieses Projekt gediehen ist, blieb unklar. Konkrete Anträge von Land oder Bund lägen bei der aktuellen Eigentümerin, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), derzeit nicht vor. Von entsprechenden „Sondierungsgesprächen“ war die Rede. Dennoch könnte alles ganz schnell gehen, sagte der Erste Stadtrat Hermann Aden: „Wenn der Bund sagt, er will es behalten, behält er es.“ Danach könnte das Land auf das Gelände zugreifen.

Das große Übungsgelände lehnt nicht nur Aden ab, auch die Vertreter von Grünen und CDU äußerten sich am Donnerstag kritisch. Statt dessen schwebt etwa Gerhard Paschwitz (CDU) eine „gemeinsame Lösung im Dreiklang“ vor: Eine Nutzung durch Feuerwehr und andere Blaulicht-Einheiten im kleinen oberen Bereich, Naturschutz im großen unteren, zudem versehen mit einem Radweg, um den „Bürger nicht ganz auszuschließen“, wie der Ausschussvorsitzende Jobst-Werner Brüggemann (CDU) sagte.

Sven Kornfeld wünschte sich ein Ende der Debatte. „Ich würde gern gestalten“, sagte er, aber daraus würde nichts, „wenn wir immer Neues anfangen“. Er sei überzeugt, dass es geeignetere Areale als Übungsplätze in Niedersachsen gäbe. „Entweder sind die Flächen schützenwert oder nicht. Wenn sie es sind, dann sollte man sie schützen.“ Der Nutzung der versiegelten Flächen durch die Feuerwehr unterstützt auch er.



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