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Tierischer Einsatz in Holtensen – Feuerwehrleute fangen 50 Zentimeter lange Kornnatter ein

Würgeschlange sorgt für Aufregung

Holtensen. Als Jolanta Baron gestern Vormittag aus dem Fenster ihrer Erdgeschosswohnung an der Friedrich-Katz-Straße schaute, entdeckte sie etwas Rotbraunes. „Ich habe das zunächst für einen Kothaufen von einem Hund gehalten“, erzählt die Frau aus Holtensen. Bei genauerem Hinsehen kamen ihr jedoch Zweifel. „Ist das etwa ein Tier?“, fragte sie sich, machte mit ihrem Handy ein Foto und zoomte das Motiv heran. „Das war vielleicht ein Schock“, berichtet sie. „Da lag doch tatsächlich eine Schlange vor meinem Fenster.“ Jolanta Baron lief zu ihren Nachbarn, bat um Hilfe.

veröffentlicht am 02.12.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 13:41 Uhr

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Autor:

Ulrich Behmann
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Um 10.30 Uhr wurden die Tierretter der Hamelner Feuerwehr alarmiert. Ausgerüstet mit Fanggerät und einer Tonne näherten sich Cornelius Huth und Olaf Kutzner dem Reptil, das sich nicht von der Stelle bewegte. „Ich vermute, dass es sich um eine Kornnatter handelt“, sagt Oberbrandmeister Kutzner. Die Helfer brachten die Schlange zu Sabine Hollmann, die sich seit 17 Jahren um Korn- und Königsnattern kümmert. Die Expertin identifizierte die Schlange als Red-Albino-Kornnatter. Es handelt sich um eine nordamerikanische Würgeschlange, die auch zubeißen kann, allerdings nicht giftig ist. Die Nattern sehen sehr hübsch aus und werden deshalb von Terrarien-Freunden gern gehalten. Allerdings sind diese Schlangen wahre Ausbruchskünstler – sie zählen zu den mittelgroßen Arten innerhalb der Gattung der Kletternattern, die zwischen 1,20 und 1,80 Meter lang werden können. Als dämmerungs- und nachtaktive Lauerjäger ernähren sich diese Exoten von kleinen Säugern, Amphibien, Reptilien und Vögeln.

Sabine Hollmann setzte das Fundtier behutsam in eine Kiste und beobachtete es stundenlang. Unklar war zunächst, ob die Schlange angesichts der eisigen Nachttemperaturen in eine tiefe Winterstarre gefallen oder gar erfroren ist. Am Abend war dann klar: Die Natter hat nicht überlebt.

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  • Jolanta Baron erschrak, als sie die 50 Zentimeter lange Schlange entdeckte. Die von Nachbarn alarmierten Feuerwehrleute Cornelius Huth und Olaf Kutzner fingen das Reptil ein. ube
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  • Jolanta Baron erschrak, als sie die 50 Zentimeter lange Schlange entdeckte. Die von Nachbarn alarmierten Feuerwehrleute Cornelius Huth und Olaf Kutzner fingen das Reptil ein. ube

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