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Eltern eines behinderten Kindes hoffen auf Hilfe Hamelner Bürger

Wohnung verzweifelt gesucht

Hameln. Rebecca und Christian Warzecha sind verzweifelt. Am Ende. Die beiden 34-Jährigen, die gemeinsam mit ihrer zweijährigen Tochter Lilli in einer kleinen Wohnung leben, möchten „endlich mal zu Hause ankommen“. Und suchen eine passende und vor allem barrierefreie Wohnung in der Stadt. Denn Lilli ist behindert.

veröffentlicht am 27.06.2017 um 16:25 Uhr
aktualisiert am 27.06.2017 um 18:42 Uhr

Das Kind muss treppauf, treppab getragen werden – das macht der Rücken der Mutter kaum noch mit. Foto: Bilderbox
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Autor

Christa Koch Reporterin

Doch der Reihe nach: Christian Warzecha wohnte mit seiner kleinen Familie zunächst in Haste. Aus beruflichen Gründen zog es den gebürtigen Hamelner dann aber im März 2016 zurück in seine Heimatstadt, in eine Wohnung an der Morgensternstraße im zweiten Stock ohne Fahrstuhl. Da wussten die jungen Eltern allerdings noch nichts von Lillis Behinderung. Im Januar 2017 dann der Schock: Lilli hat eine Trisomie-Erkrankung, die es weltweit in dieser Form kein zweites Mal gibt. Sie konnte lange nicht sitzen, läuft auch heute noch nicht und muss herumgetragen werden, vorwiegend von der Mutter. Ob die Zweijährige später jemals laufen lernt oder aber einen Rollstuhl braucht, bleibt fraglich.

Ob Arzt- oder Therapie-Termine – das meiste bleibt an Rebecca Warzecha hängen. Doch nicht immer kann sie die 15 Kilo, die das Kind wiegt, treppauf, treppab tragen, das macht ihr Rücken kaum noch mit. Vater Christian versucht, seiner Frau möglichst viel abzunehmen, doch nicht immer klappt das, denn der Heilerziehungspfleger arbeitet im Schichtdienst für einen Nettoverdienst von 1700 Euro. Doch eine gut erreichbare und trotzdem bezahlbare Wohnung haben die 34-Jährigen bisher nicht gefunden, trotz aller Versuche und Kontaktaufnahmen bei Wohnungsbaugesellschaften, Krankenkasse oder dem Behindertenbeauftragten der Stadt.

So werden die Belastungen für die jungen Eltern von Tag zu Tag größer. Rebecca Warzecha fühlt sich isoliert in der Wohnung, die sie wegen ihrer Tochter nur selten verlassen kann. Und ihr Ehemann („ich kann keinem Hobby mehr nachgehen“) sagt von sich, dass er nur noch mechanisch funktioniere. Lilli, sagen die Eltern, fehlt es an nichts, aber Paarzeit, also Zeit nur für sich allein, haben die Zwei schon längst nicht mehr. Und so wächst mit der Belastung auch die Unzufriedenheit. Selbst von Scheidung war schon die Rede.

Hätten sie eine passende Wohnung, wo Rebecca ihre Tochter einfach mal in die Karre setzen und mit ihr rausgehen könnte oder wenn sie sie eine Dusche hätten, in die sie das Kind später mal setzen könnten – es wäre viel gewonnen für Rebecca, Christian und Klein-Lilli. 75 bis 80 Quadratmeter groß sollte sie sein, über drei Zimmer verfügen und nicht mehr als 700 Euro Warmmiete im Monat kosten. „Aber der Markt scheint leergefegt zu sein“, bedauert Christian.

Wer der Familie Warzecha helfen kann, wird gebeten, sich mit ihnen unter der Hamelner Telefonnummer 9616882 in Verbindung zu setzen.



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