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Investor aus Emmerthal springt ab / Firma aus Hannover soll es nun richten

Wohnprojekt „Steinebreite“ auf der Kippe?

HASTENBECK. Das geplante Wohnprojekt an der Steinebreite verharrt in der Theorie. Zuletzt hatte der Investor Axel Heppe die Hoffnung geäußert, dass im Frühjahr mit dem Projekt begonnen werden könne. Doch jetzt neigt sich der Mai dem Ende zu und auf dem ehemaligen Briten-Gelände hat sich immer noch nichts getan.

veröffentlicht am 17.05.2018 um 15:50 Uhr
aktualisiert am 17.05.2018 um 18:41 Uhr

Das ehemalige Briten-Gelände an der Steinebreite liegt bis auf Weiteres weiter brach. Foto: wal
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Das geplante Wohnprojekt an der Steinebreite verharrt weiter in der Theorie. Zuletzt, im November, hatte der Emmerthaler Investor Axel Heppe in der Dewezet die Hoffnung geäußert, dass in diesem Frühjahr mit dem Projekt begonnen werden könne. Doch jetzt neigt sich der Mai dem Ende zu und auf dem ehemaligen Schulgrundstück der Briten hat sich immer noch nichts getan. Was bedeutet das für das Wohnprojekt?

Laut Axel Heppe, Geschäftsführer der Firma „Solutions30 Field Services“, soll das Wohnprojekt nach vor wie in die Tat umgesetzt werden. Allerdings nicht mehr von ihm, wie er im Gespräch nun mitteilt. Er wolle das 16 500 Quadratmeter große Grundstück verkaufen, verhandele bereits mit einem Investor aus Hannover. Da der Vertrag aber noch nicht unter Dach und Fach sei, wolle er noch keinen Namen nennen. Nur so viel: Der Investor habe bereits vergleichbare Projekte durchgeführt, auch in der näheren Umgebung von Hameln.

Dieses Unternehmen werde aller Voraussicht nach das Projekt „aus einer Hand“ umsetzen, wie Heppe sagt, also sowohl für Tiefbau als auch für Hochbau aufkommen. Heppe hatte ursprünglich geplant, das Gelände zu erschließen und zu planen und dann an die Bauherren zu verkaufen. Da die Tiefbaupreise aber inzwischen so „durch die Decke gegangen“ seien, rechne sich das Projekt für ihn „als reiner Investor“ nicht mehr. Im November war die Erschließung des Geländes noch ausgeschrieben worden, wie Heppe der Dewezet damals sagte. Öffentlich bekannt geworden waren die Pläne für das Wohnprojekt bereits im September 2016 (wir berichteten). Baubeginn sollte ursprünglich im Frühjahr 2017 sein, dann verzögerte sich der Start auf den Herbst und schließlich sollte es, wie berichtet, in diesem Frühjahr losgehen.

Geschäftsmann Heppe geht nun davon aus, dass der Verkauf an den Investor in Hannover bis Ende Juni abgewickelt sein werde. Dann stehe dem Wohnprojekt nichts mehr im Wege, das dann genau so, wie bislang geplant, in die Tat umgesetzt werden solle.

Vorgesehen sind 19 Wohnhäuser: sechs Doppelhaushälften, elf einzelne Einfamilienhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser mit sechs bis acht Eigentumswohnungen. Auch die Stadt hat, wie berichtet, Interesse daran bekundet, zwei insgesamt etwa 2370 Quadratmetern große Grundstücke auf dem ehemaligen Briten-Gelände zu erwerben und gegebenenfalls öffentlich geförderten Wohnungsbau realisieren. Ob die Pläne für das von Heppe ursprünglich angestrebte Wohnprojekt jetzt tatsächlich noch so umgesetzt werden, wird sich zeigen.

Auf dem Gelände der Briten befand sich noch längere Zeit die Ruine der einstigen zum britischen Militär gehörende Schule. Das im Laufe der Zeit zum örtlichen Schandfleck avancierte Schulgebäude wurde inzwischen abgerissen. Seitdem liegt die eingezäunte Fläche an der Steinebreite brach.

Ein weiteres Baugebiet soll auf Wunsch der Stadtverwaltung zwischen den Straßen Hopfenbreite und Petersburg entstehen. Nach langwierigen Diskussionen im Ort zwischen Bedenkenträgern und Befürwortern hatte der Ortsrat Mitte April der Stadtverwaltung schließlich seine Zustimmung zum Baugebiet Petersburg gegeben (wir berichteten).

Mein Standpunkt
Philipp Killmann
Von Philipp Killmann

Der Schandfleck an der Steinebreite ist weg, die Brachfläche bleibt. Vorerst jedenfalls. Bleibt zu hoffen, dass der in Aussicht stehende Investor tatsächlich anbeißt und das Wohnprojekt wie geplant doch noch umsetzt. Für den Hamelner Ortsteil Hastenbeck wäre es wünschenswert.

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