weather-image
23°

Hohe Nachfrage nach Plätzen in Kitas, Nachmittagsbetreuung und Schulen

Wohin mit den Kindern?

HAMELN. Es wurde rotiert, gerechnet, gefeilt, um irgendwie den Ansprüchen der Eltern auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder in einer Kindertagesstätte aber auch in der Nachmittagsbetreuung nach der Schule gerecht zu werden. In der kommenden Woche legt die Stadtverwaltung der Politik die neuesten Zahlen vor samt Lösungsvorschlägen, über die abgestimmt werden muss. Dass der Handlungsdruck groß ist, macht auch der Bedarfsplan des Landkreises deutlich, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

veröffentlicht am 24.05.2018 um 17:01 Uhr
aktualisiert am 24.05.2018 um 18:20 Uhr

An der Basbergschule wird es nach Aussagen der Stadt im kommenden Schuljahr eng. Die Situation dort sei angespannt. Foto: WAL
Birte Hansen

Autor

Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Danach fehlten in Hameln rechnerisch 286 Betreuungsplätze in den Kitas. Inwieweit Eltern Betreuung tatsächlich in Anspruch nehmen, kann davon abweichen.

„Für Hameln muss insbesondere die Nachfrage nach unterjähriger Aufnahme genau beobachtet werden“, heißt es in dem Bericht des Landkreises. Aufgrund der Gebührenbefreiung für die über dreijährigen Kinder „werden zunehmend mehr Eltern eine unterjährige Aufnahme einfordern“ – deswegen müsse ein insgesamt höheres Platzkontingent vorgehalten werden.

Die Stadtverwaltung setzt zur kurzfristigen Deckung des Bedarfs zum einen auf eine mobile Lösung, für die jedoch der Standort noch nicht feststeht, auf eine Eröffnung einer Waldgruppe und auf folgende Maßnahmen:

Die Kita an der Klütstraße wird mit zwei Regelgruppen reaktiviert.
Am Mütterzentrum wird eine Regelgruppe eingerichtet. Hinzu kommt eine Kleingruppe am Nachmittag mit zehn Plätzen.
Die Altstadtmäuse bekommen eine Nachmittagsgruppe à 25 Plätzen.
Im Bildungshaus am Klüt soll eine Nachmittags-Kleingruppe mit zehn Plätzen entstehen.
In Rohrsen soll es vormittags und nachmittags jeweils eine weitere Kleingruppe mit je zehn Plätzen geben.

Der Mehrbedarf entsteht unter anderem durch jene Kinder, die entsprechend der neuen Bestimmungen für den Einschulungstermin, noch ein Jahr länger zur Kita gehen und noch nicht auf die Grundschule wechseln. Stadtweit seien das bis Ende April 31 Kinder gewesen, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilt. Durch die Schaffung der neuen Plätze entstehen der Stadt voraussichtlich Kosten in Höhe von knapp 81 800 Euro für 2018 und 114 400 für das Haushaltsjahr 2019.

Auch an der Grundschule Klein Berkel sollen ab Sommer mehr Kinder als bisher die Nachmittagsbetreuung nutzen können. Bislang hätten zwölf Eltern eine Absage für diese bekommen, teilt die Stadt Hameln mit, doch es soll aufgestockt werden – die räumlichen Voraussetzungen dafür seien gegeben. Dafür werde eine weitere Erzieherin mit durchschnittlich knapp 21 Wochenstunden benötigt, wofür Personalkosten in Höhe von knapp 27 600 Euro für das Schuljahr 2018/19 anfielen.

Nicht nur die Kindergärten verzeichnen einen Zuwachs an Kindern – auch für die Grundschulen sind für das kommende Schuljahr mehr Kinder angemeldet worden: Elf mehr, statt 544 im Vorjahr werden es jetzt voraussichtlich 555 Erstklässler an den Grundschulen sein, die auf 30 Klassen verteilt werden.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Hameln die Schulbezirke neu zugeschnitten, um die Grundschulen Hohes Feld und Pestalozzi zu entlasten – in diesem Jahr nun sei die Situation an der Basbergschule sehr angespannt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?