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Veranstaltungshinweise an den Brückengeländern der Einfallstraßen kaum zu lesen

Wo Werbung nicht ins Auge springt

Hameln (kar). „Man nehme vier Werbebanden, die schon fälschlicherweise durchscheinen – beschriftet diese, und glaubt, die vorbeifahrenden Autofahrer erkennen den Sinn – von diesem Irrsinn“, rügt Peter Steinkönig die Rattenfänger-Jubiläumswerbung an den Brückengeländern der großen Hamelner Einfallstraßen. Was ins Auge springen soll, geht unter: „Das ist Werbung ohne Wirkung“, ärgert sich Steinkönig, der selbst mit seiner „Werbewerkstatt“ eine Agentur für Werbung, Beschriftungen und Dekorationen betreibt.

veröffentlicht am 30.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 04:41 Uhr

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„Da ist was dran“, gibt Harald Wanger, Chef der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) zu. Die Bandenwerbung sei wetterabhängig: „Bei Sonneneinstrahlung ist die Schrift schlecht zu lesen, bei schlechterem Wetter dagegen sehr gut.“ Dieses Problem habe man erkannt und Rücksprache mit der Kieler Agentur Boy aufgenommen, die diese Werbekampagne für 725 Jahre Rattenfänger auf die Beine gestellt hat.

Düstere Farben fürs Jubiläum

Die Krux: Poster und Plakate, die unter dem Motto „Geheimnis, Magie und Verführung“ im Jubiläumsjahr für die düstere Seite der Rattenfängerstadt mobil machen, fallen ohnehin schon nicht durch grelle Farben ins Auge: Auf grauem Grund heben sich die schwarzen Umrisse einer Ratte mit weitaufgerissenem Maul und gelben Zähnen ab, erkennt man schemenhaft die Gebäude einer mittelalterlichen Gasse. Weiß abgesetzt provozieren Sprüche wie „Happy End? Fahren Sie wonders hin!“ oder „Schatz, wo sind eigentlich unsere Kinder?“. Auf diese Plakate sei auch die Bandenwerbung an den Brückengeländern abgestimmt, sagt Wanger, der Wert auf „ein einheitliches Portal“ zum Jubiläum legt. Was auf Litfaß-Säulen und Plakatwänden funktioniert, droht auf dem dünnen Stoff für die Bandenwerbung unterzugehen: Die Streben der Brückengeländer scheinen durch und machen die Schrift fast unleserlich. Die Werbung für Freilichtspiel, „Rats“-Musical oder Niedersachsentag kommt nicht zur Geltung. „Schwarze Schrift statt weißer wäre wohl lesbarer, aber optisch nicht so schön“, gibt der HMT-Chef zu Bedenken, der derzeit checken lässt, ob eine größere und fettere weiße Schrift das Problem lösen könnte, oder weniger Text mehr wäre. Noch sei die optimale Lösung nicht gefunden, räumt Wanger ein, der aber auf keinen Fall auf die einheitliche Werbung zum Jubiläumsjahr verzichten will. Alles andere wäre nicht im Sinne der Kampagne.

Eine Werbung, die keiner lesen kann, aber auch nicht.



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