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Elena Glazunovas Entwurf nimmt Form an / Reintjes-Schüler arbeiten am Sockel

Wo Stahl zum Spiel des Windes wird: Die Weserratte soll bald tanzen . . .

Hameln. Ihre Ratte tanzt. „Ich habe nach einer Form gesucht, die lustig, heiter, ansprechend und aufmunternd ist“, sagt Elena Glazunova, Künstlerin aus Hannover, und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Deshalb muss die Ratte tanzen.“ So verändert die Skulptur ständig ihr Erscheinungsbild, werden ihre beweglichen Teile zum Spiel des Windes, drehen sich, kreiseln, richten sich neu aus – je nach Windstärke und -richtung. „Sie ist immer anders, niemand kann sagen wie die Ratte wirklich aussieht“, meint Elena Glazunova. Als über acht Meter große Skulptur soll „Rattus mobilis“ im Herbst gut sichtbar auf einer Landspitze in der Nähe der Schleuse ihren Platz finden.

veröffentlicht am 25.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Den Grundstein legte einst das Rattenfestival

Den Grundstein für die tanzende Figur legte vor fünf Jahren Hamelns Rattenfestival, eine Street-Art-Aktion, die mit einer öffentlichen Auktion endete. Der Erlös aus der Versteigerung der 80 bunten Plastik-Nager bildete den Grundstock für eine monumentale Skulptur auf der Weser. 54 000 Euro kamen zusammen. Nicht genug für ein Kunstwerk dieser Größenordnung aus renommierter Künstlerhand. Und so stieß Elena Glazunovas Entwurf für die tanzende Weserratte zwar auf breite Zustimmung – die veranschlagten Kosten von rund 160 000 Euro für die Skulptur und ihre aufwendige Verankerung in der Weser aber überschritten das Budget um das Dreifache. „Nicht nur die Skulptur selbst, auch das jahreszeitlich bedingte Rein- und Rausnehmen der Figur aus dem Wasser wäre zu teuer geworden“, sagt Irina Teichert vom Rattenfestival-Verein, der einst den Anstoß für die Kunstaktion gab. Mit der Lösung an Land würden die Kosten deutlich gesenkt, so Teichert. „Und dank der Mithilfe vieler Freiwilliger ist die Finanzierung jetzt auch gesichert“, freut sie sich, dass die Realisierung der Monumentalfigur in greifbare Nähe rückt.

An der Basis für die Figur, einem Beton-Sockel, arbeiten derzeit Schüler der Eugen-Reintjes-Schule. „Es ist schwierig, so eine Verschalung zu bauen“, lobt Elena Glazunova die jungen Leute: „Da braucht man Erfahrung.“ Eineinhalb Monate werden bis zu 15 Schüler daran arbeiten. Danach ist die Stahl-Skulptur dran. Erste Gespräche mit der Stahl-Blech-Verarbeitungs-GmbH in Hastenbeck haben Teichert und Glazunova bereits geführt – und sind zuversichtlich, dass sie auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Der Stahl wird mit Laser zugeschnitten: „Und ein Metallbauer aus Hannover baut die Teile in Präzisionsarbeit zusammen“, erklärt die Künstlerin ihren komplizierten Entwurf. Irina Teichert findet ihn „einzigartig“: „Eine Skulptur mit dieser Größe und dieser Technik hat es noch nicht gegeben.“



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