weather-image
24°
Dewezet-Lesertelefon

Wo parken, wenn alles zugeparkt ist?

HAMELN. Verkehrskontrollen, Glatteis und Maut waren am Dienstag Themen am Dewezet-Lesertelefon.

veröffentlicht am 13.02.2018 um 18:15 Uhr

Gibt es hier ein Parkproblem? Manche Autofahrer würden länger stehenbleiben als eine Stunde, kritisiert ein Leser. Foto: fn
Lars Lindhorst

Autor

Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Deisterstraße ist immer wieder Thema, wenn es um Schadstoffbelastungen in der Rattenfängerstadt geht. Hier sind die Stickoxidwerte vermutlich am höchsten, hier werden die Grenzwerte, die von der EU festgelegt worden sind, häufig überschritten. Das große Verkehrsaufkommen auf der Deisterstraße sorgt für eine hohe Umweltbelastung, sagt Rainer Pieske. Seit 1989 ist er Anwohner der Deisterstraße. Der Hamelner regt an, über die Ausweisung einer Umweltzone nachzudenken. Dies würde bedeuten, dass vor allem ältere Dieselfahrzeuge dort nicht mehr fahren dürften. Von Fahrverboten hält man im Rathaus – weder in Verwaltung noch in Politik – allerdings nichts und versucht aktuell etwa mit verbesserter Ampelsteuerung die Schadstoffausstöße zu reduzieren. Für Pieske könnte auch die Erweiterung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen hilfreich sein. Da sich in Hameln drei Bundesstraßen treffen, könnte so zumindest der Lkw-Verkehr verringert werden, so Pieske. Was er nicht versteht: Warum ist ein Abschnitt der B 217 bei Springe als Mautstrecke ausgewiesen, die B 83 zwischen Hameln und Hessisch Oldendorf aber nicht?

Das wird sich im Sommer 2018 ändern: Dann wird grundsätzlich auf allen 39 000 Bundesstraßenkilometern in Deutschland Maut für Lkw erhoben. Bislang gilt dies nur für die Autobahnen und ausgewählte Abschnitte einzelner Bundesstraßen wie in Springe.

Über den Stillstand am Grißemer Berg, der Umleitungsstrecke zwischen Hameln und Bad Pyrmont aufgrund der Sperrung in Amelgatzen, ärgert sich Manfred Maihöfer. Am Montagabend hatte das Wetter gegen 18 Uhr plötzlich angezogen – Folge: spiegelglatte Straßen zwischen dem Bad Pyrmonter Stadtteil Holzhausen und Grießem. Zwischenzeitlich meldete die Polizei sogar die Straßensperrung via Facebook. „Zwei Stunden habe ich mit etwa 50 anderen Autofahrern dort gestanden“, sagt er. „Es passierte nichts.“ Vor allem bemängelt Maihöfer die aus seiner Sicht unzureichenden Einsatz der Streufahrzeuge.

270_0900_95538_T16_Leser_Telefon.jpg

Zuständig hierfür ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die die Straßenmeistereien koordiniert. Der Leiter des Geschäftsbereich Hameln, Markus Brockmann, versichert, dass am Montagabend alle verfügbaren Kräfte im Einsatz waren, um die Straßen zu streuen. Aber gerade die Umleitungsstrecken über Grießem oder auch Grohnde seien bei Schnee und Eis aufgrund ihrer Lage „kritische Punkte“, räumt er ein. Zudem könne es vorkommen, dass Streusalz bei plötzlich auftretender Glätte nicht sofort wirkt. „Das braucht etwas Zeit“, wirbt Brockmann um Verständnis, betont aber auch, dass der Winterdienst angewiesen worden sei, am Grießemer Berg und auch bei Grohnde „nicht allzu sparsam“ mit dem Streusalz umzugehen.

Darüber, dass er sich erst ins Auto setzen und von Bodenwerder nach Hameln fahren musste, um einen Termin beim Radiologen zu bekommen, ärgert sich Wolfgang Rokahr. Er habe an vier Tagen versucht, telefonisch einen Termin zu bekommen. Immer habe er nur eine Ansage gehört, ein Mitarbeiter habe er nicht sprechen können. Also sei er losgefahren, um einen Termin abzustimmen. „Wir sind überfordert“, hat er zu hören bekommen. Immerhin: Mit einem Termin hat es beim persönlichen Gespräch dann recht zügig geklappt. Keine drei Wochen müsse Rokahr bei dem Facharzt warten.

Dass er fast nie einen Parkplatz bekommt, wenn er Brötchen kaufen will, regt Rüdiger Plückhahn auf. Beim Bäcker an der Klütstraße darf er vor dem Haus nicht parken, weil dort eine Bushaltestelle ist. Hinter dem Haus sind über den Pflümerweg auch Parkplätze erreichbar. Das Problem laut Plückhahn: Zwar ist dort das Parken mit einer Parkscheibe für maximal eine Stunde erlaubt; allerdings gebe es hier überwiegend Dauerparker, die länger als eine Stunde ihr Auto abstellen. Ärgerlich sei das für diejenigen, die nur kurz einkaufen wollen. Plückhahn fordert vom städtischen Ordnungsamt, dass hier die Parkzeiten öfter kontrolliert werden. Dass jemand hier mal ein „Knöllchen“ bekommen habe, habe er in den Jahren, in denen er bei diesem Bäcker einkauft, noch nicht gesehen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare