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Schautag der Eisenbahnfreunde lockt Männer in Scharen

Wo nicht nur die Kleinen große Augen bekommen

Hameln. Sascha (4) und sein Vater Wilhelm machten am Samstag einen „Männernachmittag“. Der ebenfalls vierjährige Erik war mit Opa Dieter da und Jan (6) hatte gleich zwei Opas und Papa Oliver mitgebracht. Nur der sechsjährige Maurice war in Begleitung von zwei Damen zu den Schautagen der Hamelner Eisenbahnfreunde gekommen. „Maurice ist ein absoluter Eisenbahnfan und sein größter Wunsch ist ein Besuch im Miniaturwunderland in Hamburg“, erzählt Mutter Jeanette Thiel aus Bünde. Den Besuch bei der angeheirateten Oma in Lichtenhagen nutzten die beiden Westfalen, um gemeinsam mit Rosi Thiel einen Abstecher zur Hamelner Schienenwelt in Miniaturformat zu unternehmen. Bereits auf dem Weg zur Ausstellung musste das Trio einen Zwischenstopp einlegen, weil Maurice einen vorbeifahrenden Güterzug ganz genau beobachten wollte, und das, obwohl zu Hause die Gleise unweit vom Balkon verlaufen, erzählen die beiden Frauen. Was andere stören würde, begeistert den jungen Westfalen. Er kann nicht genug Schienenverkehr vor seinem Kinderzimmerfenster haben. Auch im Hefehof sieht sich der Sechsjährige kaum satt und beobachtet die Rangiervorgänge auf dem großen Schienennetz, das sich auf seiner Augenhöhe befindet. Andere Kinder nehmen einen Hocker oder eine kleine Trittleiter zu Hilfe, um sich einen genauen Überblick zu verschaffen – die Eisenbahnfreunde sind auf ihre kleinen Gäste bestens eingestellt und haben alles parat. Während Maurice das Schaltpult ganz für sich allein hat, weil Mutter und Oma sich vor allem an der fröhlichen Stimmung des Jungen erfreuen, haben es die Kinder mit den männlichen Begleitern da deutlich schwerer. Nicht selten greift die väter- beziehungsweise großväterliche Hand hilfreich unterstützend in die Tempo- oder Richtungsregelung des Schaltpultes ein, und das Kind im Manne kommt deutlich zum Vorschein. Für die Kleinen heißt es dann: Warten bis Papa und/oder Opa ausgespielt haben.

veröffentlicht am 19.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Rund 500 Besucher lockte die Miniaturwelt wieder einmal in das Quartier der Eisenbahnfreunde im Hamelner Hefehof. Zufrieden zeigte sich der Vereinsvorsitzende Sebastian Stuckenbrock angesichts des großen Interesses, bedauerte allerdings, dass die befreundeten Modellschiffbauer kurzfristig absagen mussten und so der geplante Schiffsverkehr auf dem Hefehof nicht stattfinden konnte.

„Schiffe gucken“ – allerdings auf dem Trockendock – konnten die Besucher aber trotzdem, denn Jugendwart Manfred Biester hatte seine zahlreichen Modelle zur Ausstellung auf Hochglanz gebracht. Ein besonderer Hingucker in diesem Jahr waren auch die chinesischen Eisenbahnmodelle, die die Vereinsmitglieder Manuel Walus und Sebastian Stuckenbrock von einer Pekingreise für Eisenbahnfans mitgebracht hatten.

Große Freude herrschte bei den Eisenbahnern auch über ein ganz besonderes Geschenk: Zukünftig wird das alte Schild des ehemaligen Hamelner Stellwerkes die Vereinsräume zieren. „Dieses historische Stück heimische Eisenbahngeschichte hat über Fischbeck nach Hameln zurückgefunden“, freut sich der stellvertretende Vereinsvorsitzende Hans-Heinrich Markhof.

Beim Anblick von so schönen Modelleisenbahnen bekommt der sechsjährige Maurice aus Bünde leuchtende Augen: Der Junge ist ein echter Fan.

Erik (4) und sein Opa Dieter Voigt haben alles im Blick.

Fotos: sbr



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