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Von schlecht geräumten Straßen, rutschigen Fußgängerzonen und festgefahrenen Rollatoren

Wo Matsch und Glätte die Winterfreuden trüben

Hameln. (cal) Schnee, Kälte und schlecht geräumte Straßen – eigentlich wie immer, wenn’s richtig schneit. Und wie jedes Jahr sind auch die Wege wieder mehr oder weniger gut geräumt. Fußgänger rutschen durch die Innenstadt. Radfahrer schlittern über glatte Radwege. Und ältere Menschen, die auf den Rollator angewiesen sind, fahren sich in den angehäuften Schneebergen fest. Auch Autofahrer haben es in diesen Tagen nicht leicht – erst die langsame Fahrt über zugeschneite Straßen, dann die mühsame Suche nach einem Parkplatz, der nicht gerade durch zusammengeschippten Schnee blockiert ist. Alljährlicher Winterärger.

veröffentlicht am 09.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 12:21 Uhr

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Mehr rutschen als fahren – unterwegs auf zwei Rädern: Radeln in der kühlen Jahreszeit? Einige hartgesottene „Pedalritter“ steigen selbst bei Kälte, Wind und Schnee nicht aufs Auto um. Vor allem die beim Räumen auf die Radwege geschaufelten Schneeberge und Eisschichten unter dem Schnee bereiten den Radlern große Probleme. „Wir versuchen, die Radwege so gut wie möglich zu räumen. Natürlich landet immer mal etwas Schnee von den Straßen auf diesen Wegen. Wo soll er auch sonst hin“, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes zur Räumung der Radwege in Hameln. Um sich auch bei frostigen Temperaturen in den Sattel schwingen zu können, ist entsprechende Kleidung ein Muss. Ein Fahrradhelm wäre jetzt angebracht. Eine funktionierende Beleuchtung sowie die vorgeschriebenen Reflektoren sind das A und O, um von anderen in der Dunkelheit gesehen zu werden. Ein guter Tipp für die schlecht geräumten Fahrradwege und Straßen: spezielle Winterreifen für Fahrräder! Damit verlieren sogar Eis und Schnee ihren Schrecken. Im Gegensatz zu Autofahrern dürfen Radfahrer nämlich Spikes im Straßenverkehr nutzen. Das Schlingern über glatte Straßen gehört dann der Vergangenheit an.

Mit dem Rollator kommt man nicht gegen den Schnee an: Meist sind es ältere Menschen, die sich mit ihren Rollatoren einen Weg durch das Winterchaos bahnen müssen. Vor allem dort, wo die Räumfahrzeuge den Schnee am Straßenrand aufgetürmt haben, ist es für die Senioren nicht leicht, die Straße zu überqueren. Auch auf dem Gehweg kann ein kleiner Hügel Schnee schnell zum Hindernis werden. Oder der Rollator bleibt regelrecht stecken – zwischen Schneewänden links und rechts des Weges. Viele bleiben da lieber gleich zu Hause. Das weiß auch die Mitarbeiter der Scharnhorst-Residenz in Hameln: „Viele Senioren bleiben im Moment lieber zu Hause. Wenn sie sich überhaupt vor die Tür trauen, dann gehen sie nur mit Angehörigen in die Stadt oder auf den Markt. Alles andere ist meist einfach zu gefährlich.“

Verschneite Nebenstraßen und rutschende Autos: In die vielen kleinen Nebenstraßen von Hameln verirrt sich nur selten ein Räumfahrzeug – das heißt: geschlossene Schneedecke, enge passierbare Wege und durchdrehende Reifen. „Die Nebenstraßen gehören nicht zu unserem Räumplan. Dazu zählen nur die Hauptstraßen in Hameln“, erklärt Wahmes. Für die ist ausreichend gesorgt, mit geschätzten 200 Tonnen Streumittel im Hamelner Salzlager. „Damit sollten wir über den Winter kommen“, hofft Wahmes und hat auch schon eine neue Bestellung aufgegeben. Trotzdem scheint für die matschigen und oft glatten Nebenstraßen kein Streusalz übrig zu bleiben. Für Radfahrer sind das gefährliche Strecken. Auch Autofahrer kommen auf dem festgefahrenen Schnee schnell ins Schlingern.

Ein nicht ungefährlicher Weg.
  • Ein nicht ungefährlicher Weg.
Nebenstraße: Am Wilhelmsplatz ist nicht geräumt.
  • Nebenstraße: Am Wilhelmsplatz ist nicht geräumt.
Pech gehabt: Der Radweg liegt voller Schnee.
  • Pech gehabt: Der Radweg liegt voller Schnee.
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Rutschig –   auch mit Rollator.
  • Rutschig – auch mit Rollator.
Ein nicht ungefährlicher Weg.
Nebenstraße: Am Wilhelmsplatz ist nicht geräumt.
Pech gehabt: Der Radweg liegt voller Schnee.
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Rutschig –   auch mit Rollator.

Schwankende Passanten, auch ohne zu viel Glühwein: Die Fußgängerzone hatte sich mit dem ersten heftigen Wintereinbruch in eine rutschige und matschige Schneefläche verwandelt. Viele Hamelner kamen trotz winterfesten Schuhwerks das eine oder andere Mal ins Straucheln. Was in diesem Fall nicht unbedingt an dem einem oder den zwei Glühwein zu viel lag. Da musste man schon mal mehr Zeit einplanen, um die glattesten Stellen in der Innenstadt zu vermeiden. „Das ist mir auch schon vor ein paar Tagen aufgefallen“, gibt Warmes zu. Er habe daraufhin gleich die mit der Räumung beauftragte Firma informiert und „nachbessern“ lassen.

Geräumt sieht anders aus – nicht nur in der Osterstraße häuft sich der Schneematsch. Auch an anderen Stellen in der Innenstadt sieht es nicht besser aus.

Fotos: Wal

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