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Omas Geheimwaffe gegen Erkältungskrankheiten ist derzeit gefragt / Wirksamkeit nachgewiesen

Wo Huhn das Salz in der Suppe ist

Der Hals kratzt, die Nase läuft, der Schädel dröhnt, wir frösteln, selbst wenn die Sonne scheint: Kaum jemand, der sich in diesen Tagen gegen die allgegenwärtigen Erkältungsviren behaupten kann. Glück gehabt, wer noch nicht flachliegt. Alle, die es erwischt hat, aber fühlen sich einfach nur elend. Früher gab’s dann eine heiße Hühnersuppe – Omas Geheimwaffe gegen grippale Infekte. Und sie hilft tatsächlich.

veröffentlicht am 07.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 12:21 Uhr

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Schon im Altertum wird zwar die Heilwirkung der Hühnersuppe beschrieben, warum das so ist, aber blieb lange ein Rätsel. Bis Dr. Stephen Rennard, Lungenspezialist an der Universität Nebraska, das Geheimnis entschlüsselte. Bei der Analyse des Familienrezeptes seiner Frau fand er heraus: Zu Beginn einer Erkältung werden viel zu viele weiße Blutzellen in die Nasenschleimhäute transportiert. Und genau hier kommt die Hühnersuppe ins Spiel: Denn Rennard stellte fest, dass die Suppe eine leichte, aber deutlich messbare Fähigkeit hat, den Transport dieser Zellen zu reduzieren. Folge: Die durch die Erkältung geschwollenen Schleimhäute, die uns so zu schaffen machen, schwellen ab. Die Symptome werden gelindert. Wir fühlen uns besser.

Auch bei Bluthochdruck hilft das Huhn, wie japanische Wissenschaftler herausfanden. Sie vermuteten in Hühnerfüßen eine größere Menge des Stoffes, der den Blutdruck sinken lässt, wurden tatsächlich fündig und konnten diesen Stoff, ein sogenanntes Kollagen-Hydrolysat, extrahieren.

Abgesehen von der entzündungshemmenden und blutdrucksenkenden Wirkung einer kräftigen Hühnersuppe, enthält diese aber auch Vitamine, Eisen und Zink, die das geschwächte Immunsystem stärken.

„Ja“, bestätigt Dorothee Ewers vom Hof Ewers aus Extertal, „die Nachfrage nach Suppenhühnern war in letzter Zeit groß.“ Sie bietet auf dem Wochenmarkt Suppen- und Fleischhühner an, beides Legerassen, die für eine kräftige Brühe gut geeignet sind. Da ein Huhn – je nach Größe – lange kocht, empfiehlt sie, die gesunde Hühnerbrühe gleich in größeren Mengen zuzubereiten und portionsweise einzufrieren. Rezepte für Hühnersuppe gibt es viele. Beliebt ist Hühnersuppe mit Nudeln. Aber auch mit Reis ist sie sehr lecker. Für sechs Personen braucht man dafür folgende Zutaten: 1 Suppenhuhn, 1 Zwiebel, 1 Bund Suppengrün, 2 EL Petersilie, 2 Tassen Reis, 3 TL Instant-Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer. Gut 3 Liter Wasser in einen großen Topf geben und mit Salz zum Kochen bringen. Das ausgenommene Huhn in den Topf geben und Pfeffer hinzufügen. Je nach Größe muss dann das Huhn bei geringer Hitze zwischen 1 ½ und 2 Stunden köcheln. Danach das Huhn herausnehmen und beiseitestellen. Das gewaschene Suppengrün und die gehäutete Zwiebel klein schneiden, zusammen mit dem Reis in den Topf geben und mit Gemüsebrühe abschmecken. Nach etwa 20 Minuten sind Reis und Gemüse gar. Das inzwischen von Knochen und Haut befreite Hühnerfleisch in mundgerechten Stücken in die Suppe geben. Diese noch einmal kurz aufkochen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Petersilie bestreuen.

Übrigens: Wer die entzündungshemmende Wirkung der Hühnersuppe noch steigern will, kann ein Stückchen Ingwerwurzel oder etwas Chili mitkochen.

Vom Hamelner Wochenmarkt berichtet Karin Rohr

Der Schädel dröhnt, die Nase läuft, man fühlt sich elend: Gegen Erkältungen setzte Oma früher als Geheimwaffe die Hühnersuppe ein. Und sie hilft tatsächlich. Warum das so ist, fand ein Wissenschaftler in Nebraska heraus.

Für eine kräftige Brühe empfiehlt Dorothee Ewers (li.), die auf dem Wochenmarkt Eier und Geflü-gel anbietet, Suppen- oder Fleischhühner.Wal



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