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Erlebnisgarten soll Kinder in ihrem natürlichen Bewegungsdrang stärken

Wo die Natur nur um die Ecke liegt …

Hameln (git). „Langeweile ist etwas, was die Natur nicht kennt. Sie ist eine Erfindung der Städter.“ Diese Erkenntnis brachte Hermann Hesse bereits im letzten Jahrhundert zu Papier. Heute, im 21. Jahrhundert, sind wir uns zwar jener Weisheit durchaus bewusst, trotzdem sind wir nicht gerade schlauer geworden. Im Gegenteil. Nicht nur in den Großstädten wird der natürliche Spiel- und Bewegungsraum der Kinder aus den verschiedensten Gründen immer kleiner. „Leider gibt es für viele Kinder auch in unserer Region inzwischen immer weniger Raum, wo sie ihrem natürlichen Bewegungs- und Entdeckerdrang im Freien nachgehen können“, greift Detlef Pandel, Vorsitzender des neuen Vereins „Fuchsbau Hameln-Pyrmont e.V.“, das Thema „Naturerlebnis“ für die Hamelner auf – packt es am Schopf.

veröffentlicht am 02.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 17:41 Uhr

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Zurück zur Natur, die Welt um sich herum beobachten, entdecken, riechen, schmecken und tasten und auf diese Weise ihre Vielfalt und den Wandel der Jahreszeiten hautnah erleben: Das sind die Ziele des Vereins, dessen Mitglieder sich mit ihrem Naturerlebnisgarten das umfangreiche Thema „Naturerlebnispädagogik“ für Kinder bis 10 Jahre direkt in Hamelns Innenstadt auf die Fahnen geschrieben haben.

Es stimmt nachdenklich, wenn man fragt, wie es früher war: In welchem Radius konnten Ihre Großeltern als Kind in der Umgebung oder im eigenen Garten umherstreifen und die Natur so erleben, wie sie war? Wie und wie oft sind Sie zum Spielen nach draußen gegangen, haben zugesehen, wie Möhren geerntet wurden und haben im Herbstlaub getobt? Und in welchem Rahmen können Sie Ihrem eigenen Kind mittlerweile jene „Welt“ ermöglichen, die doch, wie wir alle wissen, so enorm wichtig ist für seine Entwicklung? Spielgeräte auf öffentlichen Spielplätzen sind pädagogisch ausgetüftelt, aber nicht immer optimal, um die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen. Kann die „Kindergartenwaldwoche“ in den Sommermonaten wirklich alles ersetzen? Mit seinem Verein „Fuchsbau“ strebt Pandel vor allem die Möglichkeit der „kurzen Wege“ an; denn der Naturerlebnisgarten in der Heinrichstraße ist quasi um die Ecke erreichbar. „Wir wollen Kindern, ihren Erziehungsberechtigten und pädagogischen Fachkräften ein neues Bildungsangebot aufzeigen“, sagt er. Der Garten sei nach Kriterien einer naturnahen Gartengestaltung im Rahmen einer Bachelor-Arbeit der Fachhochschule Osnabrück von Sabine Hüpel umgestaltet worden, beschreibt Pandel die 2700 Quadratmeter in der Heinrichstraße. „Nur wer die Gelegenheit bekommt, sich spielerisch mit den Geschehnissen der Natur auseinanderzusetzen, wird das Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur begreifen“, ist Pandel sicher.

Der Hamelner Naturerlebnisgarten besitzt großflächig angelegte Freiflächen, die zum Toben einladen, kleine Hütten zum Verstecken, Apfel-, Kirsch- und Zwetschgenbäume weisen auf Saisonfrüchte hin und schaffen jetzt die Grundlage für eine lustige „Laubparty“ im Herbst. Eine große Sandecke mit Matschfläche, Niedrigkletterseilgarten, ein Hang zum Erklimmen und vieles mehr können vormittags und nachmittags gegen einen finanziellen Obolus aufgesucht werden. „Vormittags haben wir Besuche für Kindergärten eingeplant, nachmittags können Erziehungsberechtigte mit ihren Kindern den Garten aufsuchen“, erklärt Detlef Pandel. Im nächsten Jahr soll noch ein großes Gartenbeet mit Kräutern, Gemüse und Färberpflanzen angelegt werden.

Kontakt: Detlef Pandel 0172/9368297 fuchsbau-hameln@web.de



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