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Dewezet-Sommerabenteuer führt 50 Leser zum Flughafen Hannover

Wo die großen Flieger starten

Hannover/Hameln. Einen Blick dahinwerfen, wo sonst nur Personal Zutritt hat, das durften die Dewezet-Sommerabenteurer am Flughafen Hannover. „Superinteressant“ und „sehr gut“ fielen die Meinungen der Hamelner über ihr Erlebnis aus. Ihre beiden Gruppenführer Klaus Walz und Harald Garlisch sind eigentlich schon in Rente, doch damit „wir nicht zu Hause rumsitzen und heulen, führen wir Gruppen durch den Flughafen“, wie Walz es auf seine humorvolle Weise ausdrückt, die bei den Hamelnern bestens ankommt. Der Airport in Hannover wurde übrigens – im Gegensatz zu manch einem anderen – nach nur zwei Jahren Bauzeit 1973 fertiggestellt. Die wissbegierigen Sommerabenteurer erfuhren von ihren Führern, dass die Russen den hannoverschen Flughafen damals so schön fanden, dass sie ihn anlässlich der Olympischen Spiele 1980 prompt in Moskau nachbauten.

veröffentlicht am 08.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:41 Uhr

Von der Aussichtsterasse aus lässt sich das Rollfeld gut beobachten. Foto: ms
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Zusammen mit den Koffern der am Flughafen wartenden Urlauber ging es hinter den Kulissen weiter. Dort ist der Arbeitsbereich des Zolls, der suspekte Gepäckstücke kontrolliert. Selbst Koffer, die mit Zahlenschlössern gesichert sind, würden die Beamten mit einem geheimen Trick aufbekommen, ohne dabei das Schloss zu beschädigen, verrät Walz. Und auch so viel: „Jeden Tag werden am Flughafen Hannover drei Schmuggler überführt.“ Ein kleines Gefängnis hat der Flughafen auch. Dort gibt es allerdings eher weniger Schmuggler, sondern hauptsächlich illegal eingereiste Passagiere.

Wieder zurück im gut aufgeheizten Bus, geht es durch die pralle Sonne zur nächsten Station der Führung: der Flughafen-Feuerwehr. „Das alles zu sehen, ist eine Chance, die man sonst nie hat“, freut sich Sommerabenteurerin Jana Gerike. In der Feuerwache haben sie extra Fahrzeuge für Gebäudebrände und soclhe, die auf das Löschen von Flugzeugen spezialisiert sind. Richtig dicke Dinger, die zwar eine Zulassung für den Straßenverkehr haben, aber dort nur selten fahren, weil sie Überbreite haben. Das neueste Großfahrzeug der Flotte ist erst zwei Wochen alt und noch jungfräulich, was den Löscheinsatz angeht. Kostenpunkt des 1000 PS starken Wagens: 1,8 Millionen Euro. Dafür gibt es aber gleich noch einen zweiten Motor dazu, der mit seinen 350 PS nur dafür da ist, die Löschpumpe anzutreiben. Die Motoren der Fahrzeuge sind übrigens immer vorgewärmt, damit sie nicht so schnell kaputtgehen. Denn die Dieselmotoren müssen bei einem Einsatz von Anfang an Vollgas geben. Innerhalb von nur drei Minuten erreichen die Feuerwehrleute jeden Punkt des Flughafens.

Wieder zurück im Bus, darf die Gruppe sich wie an Bord eines Flugzeugs fühlen: Geleitet von einem „Follow-Me“-Auto – das die Flughafenmitarbeiter wegen seiner gelb-schwarzen Karo-Musterung auch liebevoll „Kartoffelkäfer“ nennen – fährt der Bus die mit 3,8 Kilometern längste Bahn des Flughafens ab. Auf der können die Flugzeuge sogar bei dichtem Nebel landen, denn die Bahn kann mithilfe des ILS (instrument landing system) direkt mit dem Flugzeug kommunizieren und leitet es sicher auf den Boden. Das Aufsetzen eines tonnenschweren Flugzeugs mit seinen 230 Stundenkilometern Landegeschwindigkeit bleibt allerdings nicht ohne Spuren: Der Gummiabrieb der Reifen färbt an einigen Stellen fast schwarz ab. Da dieser hinterhinterlassene Gummiabrieb bei Nässe rutschig sein kann, muss einmal im Jahr eine Reinigungsfirma die Bahn schrubben. Diesen Abrieb nimmt Walz dann auch als Beleg für eine steile These: „Frauen fahren nicht nur besser Auto als Männer, sie fliegen auch besser.“ Das untermauert er mit statistischen Zahlen: Bei männlichen Piloten halten die Flugzeugreifen 200 Starts und Landungen aus, bei weiblichen sind es 250. Bei ihrer letzten Etappe haben die Sommerabenteurer dann Gelegenheit, sich diese Start- und Landevorgänge in aller Ruhe anzuschauen: Auf der Aussichtsterrasse des Flughafengebäudes lassen sie den Nachmittag bei bestem Wetter ausklingen.ms

Die 50 Gewinner des Sommerabenteuers vor dem neuen Löschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr. Foto: ms
  • Die 50 Gewinner des Sommerabenteuers vor dem neuen Löschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr. Foto: ms

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Oben: Von der Aussichtsterrasse aus lässt sich das Rollfeld gut beobachten.

Rechts: Die 50 Gewinner des Sommerabenteuers vor dem neuen Löschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr. ms (2)



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