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Grün, Gelb oder Rot: Paprikas sind wahre Vitaminbomben / Chili-Schoten besonders scharf

Wo alle Ampelfarben Gesundheit signalisieren

Rot, gelb oder grün bleibt Geschmackssache, aber egal, in welcher „Ampelfarbe“ man Paprika bevorzugt – sie signalisiert in jedem Fall freie Fahrt für die Gesundheit. Als Königin des Vitamins C ist sie ein Powerpaket für die Gesundheit: Der Gehalt pro 100 Gramm liegt zwischen 120 und 400 Milligramm; bei Zitronen sind es lediglich 34. Selbst in gedünsteter Form hat das auch als Chili, Peperoni, Pfefferoni oder Peperoncino bezeichnete Gemüse aus der Familie der Nachtschattengewächse noch mindestens viermal so viel Vitamin C wie Zitrusfrüchte.

veröffentlicht am 22.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 18:21 Uhr

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Botanisch gesehen gehört die Paprika zu den Beerenfrüchten, und sie stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern lässt auch Fettzellen schrumpfen, aktiviert den Stoffwechsel, soll gegen Arteriosklerose, Darmentzündungen, grippale Erkrankungen, Schnupfen und Magenschleimhautentzündungen schützen. Durch den hohen Anteil an dem Biostoff Capsaicin, der das Blut besser fließen lässt, sollen vor allem scharfe Paprika das Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt mindern. Ernährungswissenschaftler sind auch überzeugt, dass der regelmäßige Genuss der gesunden Schoten auch Migräneattacken vorbeugt. Sobald erste Symptome einer Migräneerkrankung auftauchen, die meist durch Augenflimmern oder Schmerzattacken eingeläutet werden, könne es hilfreich sein, Paprikas mitsamt der inneren Kerne und der Trennwände zu essen, empfehlen sie. Denn gerade im Inneren der Paprika, also in den Kernen und den Trennwänden, sitzt der Stoff Capsaicin, der gegen die Migräneattacken helfen soll.

Die Heimat der Paprika ist übrigens keineswegs Ungarn, auch wenn sie dort nicht nur in traditionellen Gulasch-Rezepten eine zentrale Rolle spielt: Das Gemüse stammt ursprünglich aus Mexiko, liebt Licht und Wärme, gedeiht aber auch in gemäßigten Zonen, wird heute fast überall angebaut und hat daher das ganze Jahr Saison. Besonders begehrt sind die Vitaminbomben, wenn sich Freilandgemüse bei uns noch rar macht.

Gerd Bungenstock bietet auf dem Wochenmarkt Paprika aus Spanien an. „Damit ist jetzt aber bald Schluss, dann kommen die holländischen Schoten“, erzählt er. Ihre Farbe hängt vom Reifegrad ab: Die grünen sind noch relativ unreif und besitzen ein eher herbes Aroma. Gelbe, orangefarbene und rote Schoten sind reifer, milder und süßer im Geschmack. Deshalb werden sie gern für Salate genommen – „aber auch zum Knabbern für zwischendurch“, sagt Bungenstock. Auch die Paprika-Formen variieren: Es gibt sie von spitz über dreieckig und trapezförmig bis kugelig, in (fast) allen Maßen, Größen und Schärfegraden. Chili-Schoten, eine Sonderform der Paprika, enthalten am meisten Capsaicin. Es sitzt vor allem in den weißlichen Scheidewänden im Inneren der Chilis, weniger im roten Fruchtfleisch. Der Schärfegrad von Paprikas wird auf einer Skala von 0 bis 10 eingeteilt: Gemüsepaprikas haben 0, Peperoni und Peperoncini 3 bis 6, Cayenne und Piripiri 7 bis 9.

Gerd Bungenstock mag am liebsten rote Paprika – „und gefüllt mit Hackfleisch und Zwiebeln“, sagt er. Sehr lecker und kinderleicht in der Zubereitung ist auch Paprika-Haschee, eine Hackfleischpfanne mit Tomaten und bunten Paprikaschoten. Dafür mehrere Tomaten sowie rote, gelbe und grüne und Paprikaschoten putzen und würfeln, beziehungsweise die Schoten in schmale Streifen schneiden. Das Hackfleisch in heißem Öl anbraten und fein gehackte Zwiebeln dazugeben. Die Mischung mit Weißwein ablöschen und Tomatenmark darunterrühren. Dann die Tomatenwürfel und Paprikastreifen und ein bisschen Suppengrün dazugeben. Nach Bedarf mit Brühe auffüllen und aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken, mit scharfen Chilischoten würzen und köcheln, bis alles gar ist. Dazu passen Nudeln, Reis oder Kartoffeln, aber auch ein ofenwarmes Ciabatta sowie ein leichter Weiß- oder Rotwein und grüner Salat.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr

Paprika in allen Farben bietet nicht nur Gerd Bungenstock auf den Wochenmarkt an. Die Vitaminbomben sind genau das Richtige, um die Abwehrkräfte zu stärken. Foto: Dana



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