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Verwaltung gibt der Umsetzung des Konjunkturpaketes den Vorrang / Neuer Termin noch offen

Wirtschaftskrise legt Rathaussanierung lahm

Hameln (HW). Die erforderliche Restaurierung des Hamelner Rathauses muss wegen der Finanzkrise vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Dabei hatte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann nach der öffentlich geführten Diskussion um die Sanierung ihrer Chefetage für 260 000 Euro angekündigt, bis zum Frühjahr dieses Jahres ein Gesamtkonzept für die Renovierung des Verwaltungsgebäude vorzulegen.

veröffentlicht am 03.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 03:41 Uhr

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„Es gibt noch kein Gesamtkonzept. Vorrang hat zurzeit die Umsetzung des Konjunkturpaketes. Deshalb die Verzögerung“, begründet Stadtpressesprecher Thomas Wahmes den Stillstand. Auch die von der SPD/FDP/GrünenMehrheitsgruppe im Hamelner Rat geforderte Begleitkommission zur Rathaussanierung hat ihre Arbeit bislang noch nicht aufgenommen. „Die kann erst tagen, wenn das Gesamtkonzept vorliegt. Denn erst dann können Prioritäten festgelegt werden“, so Wahmes.

Bürgeramt als Insel in gutem Zustand

Derweil nagt der Zahn der Zeit munter weiter am Verwaltungsgebäude der Rattenfängerstadt. „Der Sanierungsbedarf ist immens. Eine Folge, dass die Verwaltung in der Vergangenheit immer alles für die Stadt getan hat und dabei ihre Kernimmobile vernachlässigte“, erklärt der Sprecher. Zwar gebe es einzelne Inseln, die sich wie das Bürgeramt in einem guten Zustand befänden, aber insgesamt sei das Rathaus in „allerschlechtestem Zustand“. Abgesehen von Rissen, die sich für jedermann sichtbar durch das Mauerwerk ziehen, sei vor allem die technische Infrastruktur wie Leitungen und Schallschutz völlig veraltet und marode. „Ein ganz entscheidendes Problem ist auch die fehlende Barrierefreiheit. In die Fahrstühle aus den 50er Jahren kommt kein Rollstuhlfahrer hinein“, sagt Wahmes. Zudem führten die beiden Lifte nur bis in den neunten Stock, das auch von der Öffentlichkeit genutzte Sitzungszimmer jedoch befindet sich in der zehnten Etage. „Da hat ein Rollstuhlfahrer nur schwer die Möglichkeit einer Teilnahme“, schildert der Stadtbedienstete und ergänzt: „Das Ausmaß des Reparaturstaus kann sich kein Außenstehender vorstellen. In ganz Niedersachsen gibt es kein so marodes Rathaus wie in Hameln.“

Wann mit einem Gesamtkonzept für die Rathaussanierung zu rechnen ist, vermochte Wahmes nicht zu sagen. „Das muss noch intern geklärt werden, denn das Papier wird von dem gleichen Fachbereich erarbeitet, der sich jetzt um die Umsetzung des Konjunkturpaketes kümmert. Wir denken an uns immer zuletzt.“

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