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SPD, FDP und OB Lippmann sehen „Serviceeinheit“ kritisch

Wirtschaftsförderung bleibt strittiges Thema

Hameln (ni). Die Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat drängt im Bereich der Wirtschaftsförderung auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis. Von SPD, FDP und Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann kann sie allerdings kaum Unterstützung erwarten.

veröffentlicht am 12.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 00:21 Uhr

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Gestern Nachmittag brachte die Gruppe im Finanzausschuss ihren Antrag ein, die Verwaltung solle prüfen, inwieweit die Bildung einer gemeinsamen „Serviceeinheit“ von Stadt und Kreis zur Bearbeitung von Förderanträgen möglich und sinnvoll ist. Sozialdemokraten und Liberale stimmten dem Antrag zwar zu, machten zugleich aber deutlich, dass sie von einer solchen Zusammenarbeit nicht viel halten. Ganz unmissverständlich formulierte es FDP-Fraktionschef Hans Wilhelm Güsgen: „Ich sage ja zu diesem Prüfauftrag in der Hoffnung, dass alles so bleibt, wie es ist.“ Mit seinem eigenen Wirtschaftsförderer und einer Abteilung, in der alle dazugehörigen Arbeiten erledigt werden, sei Hameln „bislang gut gefahren“, sagte Güsgen. Er sehe keine Veranlassung, an dieser Struktur etwas zu ändern. Auch Werner Sattler ließ durchblicken, dass er von dem Vorstoß der Mehrheitsgruppe nicht überzeugt ist. Er habe Zweifel, „ob diese Serviceeinheit praktikabel ist“, so der Sozialdemokrat. Mit dem Landkreis darüber das Gespräch zu suchen, sei zwar „einen Versuch wert“ – hinsichtlich des Ergebnisses sei er jedoch skeptisch.

Claudio Griese hatte bei der Begründung des Gruppenantrages noch einmal betont, dass CDU, Grüne und Unabhängige keinesfalls auf einen eigenen Wirtschaftsförderer für Hameln verzichten wollten. Als Mittelzentrum brauche die Stadt einen „Türöffner“, der sich sowohl um die Ansiedlung neuer Unternehmen bemühe als auch „Bestandspflege“ betreibe. Die Bearbeitung von Förderanträgen könnte nach Überzeugung der Gruppe aber an eine Serviceeinheit delegiert werden, die diese Aufgabe für Stadt und Kreis erledigt und in der das Wissen über die komplizierte Materie gebündelt ist. Für dieses Modell aus dezentraler Akquise und zentralem Backoffice sprach sich auch Unternehmer Dr. Jobst-Walter Dietz aus, der als Vorstandsmitglied des AdU beratendes Mitglied im Finanzausschuss ist. Aus Sicht des AdU, so Dietz, wäre die Weserbergland AG „mit ihrem konzentrierten Förder-Wissen“ prädestiniert dafür, diesen Service für die Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis zu erbringen. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann dagegen hielt eine solche Trennung für problematisch: „Standortentscheidungen und Fragen der Förderung lassen sich oft nicht voneinander trennen“, sagte die OB. Und außerdem dürfe man auch nicht „verwischen“, dass Hameln in Konkurrenz zu anderen Kommunen – „auch im Landkreis“ – lebe.

Hamelner Unternehmen – wie hier im Gewerbegebiet Hottenbergfeld – sollen auch künftig einen städtischen Wirtschaftsförderer als Ansprechpartner haben.

Foto: Dana



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