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Dietmar Wittkop: Viele Unternehmen haben von Kompetenz und Kontakten profitiert

Wirtschaft verliert „Rundum-Kümmerer“

Hameln/Klein Süntel. Auch gut eine Woche nach dem plötzlichen Tod des städtischen Wirtschaftsförderers Dietmar Wittkop herrscht in Hameln noch immer tiefe Betroffenheit. Wie berichtet, war der 54-jährige gebürtige Hastenbecker während eines Tennisurlaubs in der Türkei nach kurzer Krankheit überraschend gestorben.

veröffentlicht am 03.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 11:41 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann hatte sich angesichts der tragischen Nachricht regelrecht geschockt gezeigt, verliert sie doch mit Wittkop einen überaus engagierten Mitarbeiter. Der Verstorbene hatte direkt nach seiner Bundeswehrzeit 1978 bei der Stadtverwaltung in Hameln seine berufliche Laufbahn begonnen. Nach der Ausbildung wurde er 1981 zum Stadtinspektor ernannt, 1984 zum Stadtoberinspektor befördert. Bis 1993 war Wittkop als Sachbearbeiter im früheren Ordnungsamt tätig (Ausländerstelle, Lebensmittelaufsicht), außerdem im damaligen Amt für Jugend, Sport und soziale Angelegenheiten.

1994 begann Wittkop, der zuletzt Stadtamtsrat war, seine Tätigkeit als städtischer Wirtschaftsförderer; wie viel Wert man im Rathaus auf diese Arbeit legte, zeigt sich auch in der Tatsache, dass die Wirtschaftsförderung ab 2007 in einer neu gebildeten Stabsstelle angesiedelt wurde. Wittkop widmete sich seinen dortigen Aufgaben mit vollem Einsatz: Fast 20 Jahre lang hat er die Wirtschaftsförderung der Stadt Hameln geprägt, allseits werden ihm vorbildliches Engagement und hohe Kompetenz bescheinigt. Und die Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen zum Wohl der heimischen Unternehmen, sei es bei Neugründungen, Erweiterungen oder Bestandspflege. Unternehmen wie Reintjes oder Electronic Wood ¦ystems etwa haben von den vielfältigen Kenntnissen des städtischen Wirtschaftsförderers profitiert, der sich im Förderdschungel auskannte wie kein zweiter und bei Problemen stets als Ansprechpartner verfügbar war.

Aufgrund seines tatkräftigen Einsatzes wurde Wittkop in Wirtschaftskreisen hoch geschätzt. „Er war motiviert bis ins Kleinste und hat sich sehr für die Belange der Unternehmen in der Region eingesetzt“, sagt zum Beispiel Dieter Mefus, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen (AdU). Mefus nennt den Verstorbenen einen regelrechten „Rundum-Kümmerer“, der zur Stelle war, wenn immer es notwendig wurde. „Dabei hat er nie auf die Uhr gesehen. Termine hat er stets so gelegt, wie es den Betrieben passte, auch wenn die in die Abendstunden fielen“, lobt der AdU-Chef. Stets war Wittkop über sein Handy zu erreichen, selbst an Wochenenden oder im Urlaub.

Dabei war er jedoch keineswegs das, was man gemeinhin als „Workaholic“ bezeichnet. Als aktiver Sportler wurde er beim Tennisverein Süntel geschätzt, wo er sich fit hielt für den anstrengenden Job. Und trotz des immensen Arbeitsaufwands verlor er nicht seine Fröhlichkeit.

Dietmar Wittkop, der eine Ehefrau, Tochter und Sohn hinterlässt, wird morgen im engsten Familienkreis beigesetzt.



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