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50 000-Euro-Gebot für frühere Tennishalle am Aubuschweg abgegeben / Soccerhalle geplant

Wird hier bald gekickt?

Hameln. Werden statt kleiner gelber Filzkugeln künftig Fußbälle durch die frühere Tennishalle am Aubuschweg fliegen? Für das Gebäude, das unter Zwangsverwaltung steht, hatte sich jahrelang niemand interessiert. Nachdem vor fast einem Jahr der dritte Termin zur Zwangsversteigerung ergebnislos verstrichen war, stand nun erneut ein Termin vor dem Amtsgericht an – und diesmal war auch ein Bieter dabei. Versteigert wird das Recht, das Grundstück gemäß dem Erbbaurechtsvertrag zu nutzen. Mag sein, dass die etwas komplizierteren Bedingungen bisherige Interessenten abgeschreckt haben.

veröffentlicht am 11.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:00 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Die Wertgrenzen sind gefallen, ein Mindestgebot gibt es nicht mehr. Gerichtssprecherin Sabine Quak bestätigt auf Anfrage, dass ein Gebot über 50 000 Euro abgegeben wurde. Der Verkehrswert liegt bei 597 988 Euro. Dabei geht es um das Erbbaurecht für das Grundstück, das sich im Eigentum der Stadt befindet, das wiederum die Nutzung der Halle beinhaltet. Nächste Hürde ist der Zuschlagverkündungstermin am 31. August; die Stadt muss als Eigentümerin ihre Zustimmung geben. Als Gläubigerin kann auch die Stadtsparkasse eine Einstellung beantragen.

Wenn aber von diesen beiden Seiten keinerlei Widerspruch erfolgt, können Rolf Schünemann und Oliver Knippel ihre Pläne umsetzen. Konkret: Die alte Tennishalle in eine Soccerhalle umwandeln. „Das Konzept steht“, sagt Schünemann, der in Bad Pyrmont wohnt und Knippel von früher kennt. Der wiederum kommt ebenfalls gebürtig aus Bad Pyrmont, lebt heute in Erlangen und betreibt bereits vier derartige Anlagen – eine an seinem heutigen Wohnsitz, die anderen in Paderborn, Hagen (Westfalen) und bei Aachen. „Unsere Väter haben schon zusammen Fußball gespielt“, so Knippel. Das Interesse an der Halle am Aubuschweg sei bei ihm und Schünemann parallel gewachsen; man habe beobachtet, dass sich dort nichts tut. Was schade für die Infrastruktur in Hameln sei. Die Frage sei: „Tut man sich das an?“; denn letzten Endes könne niemand sagen, welche Kosten in Bezug auf Dach, Heizung und damit Energiekosten auf einen potenziellen Betreiber zukommen. „Ich bin Fußballer, aber auch Kaufmann“, sagt Knippel, der in dem Gespann als Geldgeber auftritt, betrieben werden soll das Objekt von beiden. Schünemann selbst steht in den Startlöchern, hat sogar seinen Job gekündigt als Außendienstmitarbeiter einer Firma. Wenn die Zustimmung derer erfolge, die noch ein Veto einlegen können, „kann es sofort losgehen“. Eigentlich müsste die Stadt ein Interesse haben, dass das Objekt, das lange leerstand, wieder bewirtschaftet wird, denn nur dann kann sie vom Erbbauzins profitieren. Die Stadtsparkasse als Gläubigerin hat bislang unter Hinweis auf das laufende Verfahren keine Angaben gemacht. Wie die Stadt sich verhalten wird, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen.

Bislang wollte die frühere Tennishalle am Aubuschweg niemand haben, sie steht schon länger leer. Jetzt gibt es Interessenten.Dana



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