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Streit um Bushaltestelle: Frühere Ortsbürgermeisterin weist Darstellung der Öffis zurück

„Wir wollten niemanden ausbremsen“

Afferde. Die Äußerungen von Mathias Marschall, Verkehrsplaner beim Nahverkehr Hameln-Pyrmont (Öffis), in der Ortsratssitzung in Hastenbeck zu einer geplanten Bushaltestelle in Afferde stoßen bei der ehemaligen Ortsbürgermeisterin von Afferde, Waltraud Mehring, auf erheblichen Protest. Der Ortsrat habe damals erhebliche Bedenken gehabt, was die Verkehrssicherheit im geplanten Haltestellen-Bereich betreffe.

veröffentlicht am 31.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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„Wir wollten damals keinen ausbremsen, sondern haben im Interesse der Sicherheit unserer Bürger und damit auch der Fahrgäste der Öffis gehandelt“, entgegnet Waltraud Mehring, Abgeordnete der SPD im Hamelner Stadtrat, den Äußerungen Marschalls. Der hatte in der Ortsratssitzung zum Thema Busverbindungen aus Hastenbeck Stellung genommen. Dabei hatte der Verkehrsplaner ausgeführt, einzig der Ortsrat Afferde hätte eine Bushaltestelle am Ortseingang Afferde auf der Cumberlandstraße an der Abzweigung zur Leipziger Straße verhindert, von wo aus Hastenbecker auf kürzerem Weg einen Einkaufsmarkt erreichen könnten. „Dafür gab es gewichtige Gründe. Die Haltestelle hätte genau vor einer Kurve gelegen und der gesamte Bereich ist schlecht einsehbar, wenn dort ein Linienbus hält“, sagt Mehring. Außerdem seien zu der Zeit die Wohnungen der britischen Streitkräfte dort noch bewohnt gewesen; es habe einen regen Buspendelverkehr für die britischen Bewohner gegeben, der für zusätzliche Probleme durch die wartenden Busse geführt habe.

Afferdes neuer Ortsbürgermeister Björn Lönnecker sieht die Problematik von damals genauso. „Dort am Ortseingang wird ja nicht gerade 30 gefahren, und die überhöhten Geschwindigkeiten stellen eine weitere Gefahr dar. Zudem ist die Stelle beim Überqueren der Fahrbahn wegen der Kurve sehr schwer einsehbar, vor allem, was den Verkehr aus dem Ort betrifft“, bemerkt Lönnecker. Waltraud Mehring stellt zudem fest, dass der Ortsrat, der den Beschluss zur Ablehnung der Haltestelle einstimmig fasste, dies nicht im Alleingang tat: „Zusammen mit Hans-Wilhelm Lichte von der CDU-Fraktion bin ich beim damaligen Oberbürgermeister Klaus Arnecke vorstellig geworden. Wir haben unsere Bedenken vorgetragen und er hat den Entschluss mitgetragen.“

Laut Waltraud Mehring gab es damals aber auch genügend Anregungen für Alternativen, die aber von den Öffis abgelehnt wurden. Denn auch sie kann den berechtigten Wunsch der Hastenbecker auf möglichst kurze Wege zu den Afferder Einkaufmöglichkeiten nachvollziehen. In diesem Zusammenhang sieht die SPD-Politikerin die Äußerung von Mathias Marschall, doch einfach in Hameln einzukaufen, als sehr fragwürdig, fast schon geschäftsschädigend an. „Man muss aufseiten der Öffis nur ein bisschen guten Willen zeigen, dann sind aus meiner Sicht auch andere Lösungen denkbar“, betont die Afferderin. Etwa, die Buslinie 4 über die K 13 (Hastenbecker Landstraße) nach Afferde zu führen. „Dann könnte der Bus über die Leipziger Straße fahren, wo es bereits eine Haltestelle in der Nähe des Edeka-Marktes gibt, und seinen alten Weg über die Cumberlandstraße fortsetzen.“ Björn Lönnecker regt an, dass dies ja gar nicht bei jeder Fahrt der Fall sein müsse. Bedenken der Öffis, die Wege würden länger und die Fahrzeiten sich vergrößern, teilen die Afferder Politiker nicht. Ob der Linienbus etwa in Hastenbeck den Weg über Bückebergstraße, Petersburg und Afferder Straße nehmen würde oder genau anders herum fahren würde, sei doch wohl nahezu gleich.

Eine Bushaltestelle an der Cumberlandstraße vor den ehemaligen britischen Wohnblöcken wird als zu gefährlich angesehen. tis



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