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Ganzheitliche Bildung: Kooperation zwischen Schulen und Regenbogen startet im September

„Wir wollen nicht alles verschulen“

Hameln (ww). Soziales Lernen, Suchtprävention und Persönlichkeitsentwicklung von Schülern – das sind die drei großen Themen, die das städtische Kultur- und Bildungshaus „Regenbogen“ und drei Hamelner Schulen ab dem kommenden Schuljahr gemeinsam anpacken wollen. Jetzt unterzeichneten Elisabeth Guske vom Jugendbüro der Stadt Hameln, Werner Heuer von der Pestalozzi-Oberschule, Gudrun Kuppe, Rektorin der IGS/Sertürner-Realschule und Schiller-Schulleiter Andreas Jungnitz einen Kooperationsvertrag über drei Jahre. Ziel der Zusammenarbeit ist es, wichtige Themen wie Drogen-Aufklärung, Mobbing im Internet, Sozialtraining und die Verteilung von Geschlechterrollen aus dem schulischen Umfeld herauszuholen.

veröffentlicht am 27.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 21:41 Uhr

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„Es geht nicht darum, Defizite an den Schulen auszugleichen. Dieses Projekt soll das schulische Angebot ergänzen, entlasten und bereichern“, sagt Jungnitz. Die Stärke außerschulischer Bildungsangebote sei es, gerade Schüler von Ganztagsschulen auch abseits der Schulbank für Problemfelder zu sensibilisieren, „im Freizeitbereich nehmen Schüler die Themen ganz anders auf als in der Schule, bekommen ein ganz anderes Empfinden“, erklärt der Rektor des Schiller-Gymnasiums.

Neu an dieser Art von Zusammenarbeit zwischen Schule und Freizeitpädagogen ist, dass der „Regenbogen“ nicht mehr nur als Träger beziehungsweise als Austragungsort schulischer Veranstaltungen fungiert, sondern der Bedarf gemeinsam erörtert und die Projekte gemeinsam erarbeitet wurden. Beide Parteien, aus dem Freizeit- wie aus dem schulischen Bereich, bringen hierbei unterschiedliche Kompetenzen mit, von denen letztlich alle Seiten profitieren.

In der Praxis wird die Zusammenarbeit so aussehen, dass die Schüler jeweils einer Klasse einen Tag im „Regenbogen“ verbringen. Am 6. und 7. September starten zwei Klassen der Jahrgangsstufe fünf und sechs der Pestalozzi-Schule mit einem Sozialtraining, „das ist besonders wichtig, weil die Schüler in diesen Klassen zusammengewürfelt werden und zudem die Pubertät einsetzt“, sagt Werner Heuer. Es folgen Projekttage zur Suchtprävention, zur Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern (ein Thema, das gerade bei männlichen Schülern oft zu kurz kommt) sowie zur Mediennutzung.

Für die Leiter der drei am „Pilotprojekt“ beteiligten Schulen, die zudem unterschiedlichen Schulzweigen angehören, ist das Thema ganzheitliche Bildung eine Herzensangelegenheit. Jungnitz: „Wir fühlen uns außerhalb der Schule für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler verantwortlich, wollen sie auch in der Freizeit begleiten.“ Die Kooperation sei hierfür ein wichtiger Schritt.

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