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Aktivität der CDU-Arbeitsgruppe zur Weser-Beleuchtung überrascht Oppositionsparteien

„Wir wollen einen Leuchtturm setzen“

Hameln (HW). Dem Engagement des CDU-Ratsherrn Gerhard Paschwitz ist es zu verdanken, dass die finanziell arg gebeutelte Stadt Hameln jetzt bares Geld spart. Und zwar exakt 15 000 Euro. Diese Summe wollte Volker Mohr, Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Rathaus, kurzfristig von der Politik in den Haushalt 2012 eingestellt wissen, um die Planung für eine Lichtkonzeption an der Weser noch in diesem Jahr in Auftrag geben zu können.

veröffentlicht am 10.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 01:21 Uhr

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Doch was kaum einer weiß: Der Christdemokrat hat im Auftrag seiner Fraktion bereits im Jahr 2009 eine Arbeitsgruppe gebildet, um ein solches Konzept auf den Weg zu bringen. Und das ist bereits weit fortgeschritten, wie Paschwitz zu berichten weiß und ihm jetzt die Anerkennung auch der Oppositionsfraktionen von SPD und FDP einbringt. „Zusammen mit Thomas Meyer-Hermann, Walter Kinast und Peter Martin ist es uns gelungen, interessierte Anlieger und Investoren an einen Tisch zu bringen. Mit Lutz Reimann unter anderem den Chef der Hamelner Firma Elektroma und das Hamburger Unternehmen Philips Lighting. Jetzt suchen wir einen Träger, um an Fördermittel zu kommen“, erzählt der CDU-Politiker und kündigt an, dass diesbezüglich bereits in der kommenden Woche ein Gespräch mit der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) geführt werden soll.

„Wir wollen noch in diesem Jahr an der Weser einen Leuchtturm setzen“, nennt Paschwitz das ehrgeizige Ziel. Und zwar an der Schleuse, die dafür erforderlichen behördlichen Genehmigungen lägen bereits vor. „Die Weser ist eine Bundeswasserstraße. Deshalb müssen Schifffahrtsamt und Wasserschutzpolizei ihre Zustimmung geben“, begründet Paschwitz. Aber auch die „tanzende Ratte“ soll ebenso bald angestrahlt werden wie die Mauer des Hotels „Stadt Hameln“ und langfristig auch der Hafen.

Um das bislang erarbeitete Konzept umzusetzen, werden laut Paschwitz nach bisherigen Kostenschätzungen etwa 100 000 Euro benötigt. „Da lässt sich aber noch jede Menge draufsatteln, denn der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, sagt der Christdemokrat.

Die bereits entwickelten Beleuchtungs-Ideen technisch umzusetzen, sei dank der beiden unterstützenden Unternehmen kein Problem. „Was fehlt, ist das Geld“, sagt Paschwitz, der jetzt das Konzept auch beim Landschaftsverband, bei der Weserbergland Tourismus GmbH, Flotte Weser sowie Anliegern wie Jugendwerkstatt und Sumpfblume akquirieren will. „Mündlich haben alle schon ihre Unterstützung zugesagt, sei es auch individuell. Aber neue Ideen können uns ebenfalls weiterbringen“, sagt der CDU-Politiker, der für die Weser-Beleuchtung auch eine Stiftung ins Leben rufen will: „Entsprechende Gespräche laufen, aber noch ist gar nichts in Sack und Tüten.“

Oberstes Ziel sei es derzeit, die Trägerschaft auf den Weg zu bringen. Diesbezüglich setzt Paschwitz fest auf die HMT. Er will bis Ende der laufenden Ratsperiode das Konzept „in weiten Teilen“ verwirklicht wissen. Und weil die anderen im Hamelner Rat vertretenen Fraktionen bislang vom Wirken der CDU-Arbeitsgruppe kaum Kenntnis hatten, wird der Christdemokrat sie kommende Woche mit Informationsmaterial versorgen: „Wenn alle an einem Strang ziehen, werden wir das schon schultern und die Weser-Beleuchtung Realität werden lassen.“

Bereits am 10. November 2009 wurde an der Münsterbrücke mit wechselnden Farben demonstriert, wie sich das Bauwerk nachts ins Szene setzen lässt. Foto: Wal

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