weather-image
15°

Parkender Lkw nimmt Sicht und Licht

„Wir wohnen hier wie im Keller“

Hameln (CK). Wenn Ingrid Stiewe aus dem Panoramafenster ihrer Wohnung am Feuergraben 9 schaut, läuft ihr regelmäßig die Galle über. Denn sie sieht ständig – einen riesigen Lkw. Der Fahrer des Brummis hat den Platz vorm Haus der Stiewes offenbar als persönlichen Parkplatz auserkoren. Mit der Folge, dass vor allem die unten wohnenden Hausbewohner auf die großen Aufbauten schauen müssen.

veröffentlicht am 19.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 11:21 Uhr

Aussicht verstellt: Reinhold Stiewe blickt vom Wohnzimmer aus au
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Meistens kommt der Lkw, so hat Reinhold Stiewe beobachtet, an Freitagen zwischen 14 und 19 Uhr, am Montag zwischen vier und sechs Uhr fährt er wieder weg. „Dieser und auch andere Lastwagen stehen wenige Meter vor unseren Fenstern. Die Sicht ist dadurch erheblich behindert“, klagt Reinhold Stiewe. Und das sei besonders schlimm im Sommer, wenn er mit seiner Frau auf dem Balkon sitzen möchte.

Lkw braucht „bestimmt

drei Stellflächen“

Und nicht nur der Blick auf die Planen nervt die Stiewes. „Zusätzlich stört der zwangsläufig beim Anfahren entstehende Lärm in den frühen Morgenstunden. Türen werden geöffnet und geschlossen, der Motor wird angelassen, und manchmal muss auch noch Druckluft für die Bremsen erzeugt werden“, bemängelt Stiewe, der um diese Zeit normalerweise gern noch schlafen möchte. „Zusätzlich wird aber auch der in unserer Wohngegend ohnehin schon knappe Parkraum blockiert. So ein Lkw braucht bestimmt drei normale Stellflächen“, ergänzt seine Gattin. Sie fühle sich in ihrer Wohnung dadurch „wie im Keller“.

Doch Abhilfe scheint nicht in Sicht. Wegen des Problems hatten sich die Hausbewohner bereits an die Polizei und an die Stadt Hameln gewandt – bisher vergeblich. „Die Polizei hat mir gesagt, das einzige Mittel gegen das Abstellen von großen Fahrzeugen sei, den eigenen Wagen vor der Wohnung zu parken“, so Stiewe. Und bei der Stadt Hameln habe er die Auskunft bekommen, dass auch große Fahrzeuge für einige Tage in Wohngegenden parken dürften. Ingrid Stiewe: „Manchmal steht der aber sogar eine ganze Woche lang da.“

Stadt-Pressesprecher Thomas Wahmes hat Verständnis für den Unmut der Anwohner: „Das ist nachvollziehbar.“ Er weiß auch, dass laut Paragraf 12, Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung Fahrzeuge über 7,5 Tonnen nachts und an Wochenenden nicht in Wohngebieten abgestellt werden dürfen, aber: „Unsere Mitarbeiter waren vor Ort und haben festgestellt, dass dieses Fahrzeug weniger wiegt. Die Rechtslage ist also eindeutig. Da können wir nichts machen.“ Die Anwohner aber wollen das nicht hinnehmen – sie sammeln Unterschriften.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?