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Umwelttag im Bürgergarten mit guter Resonanz

„Wir sind auf einem guten grünen Weg“

HAMELN. Die einwöchigen Umwelttage enden mit dem Umwelttag im Bürgergarten. Dort haben sich Verbände, Vereine und weitere Akteure an über 30 Ständen beteiligt und über vielfältige Themen rund um die Umwelt informiert und aufgeklärt. Viele Politiker ließen sich dort ebenfalls blicken.

veröffentlicht am 09.09.2018 um 17:35 Uhr

Hamelns Fachbereichsleiter für Umwelt Ralf Wilde hat sich’s bequem gemacht im Lastenfahrrad – und hat gut lachen. Dr. Gerhard Becher berichtet von guten Erfahrungen mit dem Rad; auch Oberbürgermeister Claudio Griese sieht sich beim Umwelttag um. Foto
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Ernst August Wolf Reporter
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„War das früher mal echt?“ fragt der fünfjährige Henry und streichelt das Fell des ausgestopften Frischlings. Seiner Schwester Luise (3) ist das ganz und gar nicht geheuer. Der Stand der Landesjägerschaft und der Hegeringe ist einer von 32 Zeltständen, die im Bürgergarten aufgebaut sind. Bei der Abschlussveranstaltung der „Umwelttage Weserbergland“ drängen schon um die Mittagszeit immer mehr Besucher herbei, um zum einen die zahlreichen kulinarischen Angebote zu kosten, zum anderen sich in vielen Gesprächen über Fragen der Ökologie und des Klimaschutzes zu informieren.

Etwa am Stand der Verbraucherberatung, an dem der Coppenbrügger Architekt Boris Schwitalski alles über Energiemessverfahren, Solarkollektoren und Heizungssysteme weiß. „Die Nachfrage vor Ort ist da, die staatliche Förderung bei der energetischen Haus- und Wohnungssanierung hilft“, stellt der 50-jährige Energiefachmann fest. Gleich nebenan schiebt Dr. Gerhard Becher ein Lastenfahrrad herbei. „Damit bin ich heute mit der S-Bahn aus Hannover gekommen“, strahlt er. „Kein Problem. Meine Kinder lieben das.“ Bis zu 100 Kilogramm können damit gefördert werden. „Gibt’s mit und ohne E-Antrieb“, erklärt Becher, der am Masterplan für umweltfreundliche und emissionsfreie Mobilität in Hameln mitarbeitet.

Natürlich ist der Abschluss der Umwelttage auch für zahlreiche politische Mandatsträger ein Pflichttermin. So macht der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps im Bürgergarten einen Zwischenstopp, trifft seine Eltern und muss dann auch noch zum Tag der offenen Tür im Berliner Bundestag. Entspannter genießt dagegen Anja Piel das Treiben auf der Wiese. „Klimaschutz ist keine Geschmackssache“, stellt die Grünen-Politikerin fest. Dürre und Überschwemmungen in den vergangenen Jahren sind für sie Warnzeichen. „Dass die Bundesregierung da keinen Zielkorridor festgelegt hat, ist halbherzig, aber hier vor Ort geht’s voran und der echte gute Wille ist spürbar.“

Bienen sind auch mit vertreten – hier betrachtet vom Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann. Foto: EAW
  • Bienen sind auch mit vertreten – hier betrachtet vom Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann. Foto: EAW
Die Preisträger des Umweltpreises 2018 der Stadt Hameln. Foto: EAW
  • Die Preisträger des Umweltpreises 2018 der Stadt Hameln. Foto: EAW
Emma, Julia und Johanna vom BiKonelli-Zirkus. Foto: EAW
  • Emma, Julia und Johanna vom BiKonelli-Zirkus. Foto: EAW
Lian und Miran hatten Spaß mit den Jongliertellern. Foto: EAW
  • Lian und Miran hatten Spaß mit den Jongliertellern. Foto: EAW
Bienen sind auch mit vertreten – hier betrachtet vom Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann. Foto: EAW
Die Preisträger des Umweltpreises 2018 der Stadt Hameln. Foto: EAW
Emma, Julia und Johanna vom BiKonelli-Zirkus. Foto: EAW
Lian und Miran hatten Spaß mit den Jongliertellern. Foto: EAW

„Wir sind auf einem guten grünen Weg“, meint auch Peter Kurbjuweit von den Linken. „Grundton optimistisch, überall stehen die Menschen für eine gute Umwelt auf.“ Auch Frau Merkel ist dabei. Die heißt allerdings Erika und nicht Angela und kommt aus Hameln. „Ich bin ein Honigfan“, sagt sie und probiert die zahllosen Honigsorten von Ilka Meyer und Bernd Bremeier aus Groß Berkel. 20 Bienenvölker haben die momentan im Einsatz.

Von der Bühne schallt Musik der Hamelner Bläser herüber und die Vikilu-Band garniert die Verleihung der diesjährigen Umweltpreise: Platz 3 für das „Einstein Obststreuwiesen-Projekt“ des Hamelner Albert-Einstein-Gymnasiums, Platz 2 für den umweltfreundlichen Schulgarten der Integrierten Gesamtschule (IGS), und der erste Platz geht an das Ressourcen schonende „Repair Café“, auch bekannt als Reparaturcafé, dessen Name Programm ist.

Während die Preisträger stolz die Schecks der VGH für Fotos hochhalten, stelzen die Elfen, Fantasy-Figuren und Jongleure des Kinder- und Jugendzirkus BiKonelli aus Bad Münder in märchenhaften Verkleidungen über die Wiese. „Wir sind das erste Mal dabei“, sagt Heike Japes von BiKonelli-Vorstand. Eine Attraktion, die vor allem Kinder und Jugendliche spielerisch an die Thematik „Klima- und Umweltschutz“ heranbringt. Dass der generationsübergreifend im Weserbergland ernstgenommen wird, darüber kann nach den einwöchigen Umwelttagen kaum mehr Zweifel bestehen.



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