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Mahnende Worte zu Flüchtlingskatastrophen am Volkstrauertag

„Wir können uns nur schämen“

Hameln. „Noch heute stehen viele Staaten unter dem Eindruck vor allem des letzten Weltkriegs, der allein 68 Millionen Menschenleben gefordert hat. Unter ihnen sind die Opfer des Holocaust – dieses unvorstellbaren, an Grausamkeit und Menschenverachtung nicht zu übertreffenden Verbrechens, das uns bis heute in die Verantwortung nimmt. In die Verantwortung dafür, sich gegen das Vergessen und Verdrängen zu stemmen.“ Mahnende Worte, die Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann bei der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Ehrenmal des Münsters an die Anwesenden richtete.

veröffentlicht am 18.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Heute tun sich nach ihren Worten vor allem Jüngere schwer damit, die Bedeutung und den Sinn des Volkstrauertags nachzuvollziehen. Dabei übersehen sie, dass der Volkstrauertag generell an die furchtbaren Schrecken von Krieg und Gewaltherrschaft erinnere, an das Unrecht, an Willkür, an die Unmenschlichkeit brutaler Gewalt, an das Grauen von Verfolgung, Verschleppung, Vertreibung und Demütigung. Der Krieg sei bis heute die große Geißel der Menschheit.

„Schauen wir nach Syrien. Wie heftig in diesem Bürgerkrieg gekämpft wird, ist klar geworden, als Berichte über den Einsatz von Giftgas bekannt wurden“, so Lippmann. Kurz vor Einbruch des Winters sei die Zahl der Notleidenden in Syrien dramatisch gestiegen: 9,3 Millionen Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Ein ganz anderer Schauplatz ist nach Ansicht der OB die Insel Lampedusa: Nirgendwo sonst sei das Leid afrikanischer Bootsflüchtlinge so deutlich greifbar wie hier. Tausende riskierten bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ihr Leben, Anfang Oktober ertranken vor der Küste von Lampedusa fast 400 Menschen. Lippmann: „Konsequenzen aus dieser Tragödie? Fehlanzeige. Die Katastrophe stellt Europa einmal mehr ein vernichtendes Zeugnis in der Flüchtlingspolitik aus. Ich glaube, wir können uns für das, was hier geschehen ist, nur schämen“, sagte sie und forderte zugleich, für Humanität und Menschlichkeit zu kämpfen – auch das sei die Botschaft des Volkstrauertages.

An der Kranzniederlegung beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder die Reservisten und Mitglieder der Marinekameradschaft Hameln sowie eine Abordnung von Soldaten des Patenbootes „Hameln“ mit Heimathafen Kiel, die anschließend auch am Mahnmal der Marine am St. Maur-Platz einen Kranz niederlegten.

Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann und FDP-Fraktionschef Hans Wilhelm Güsgen legen einen Kranz nieder.

Dana



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