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Jugendwerkstatt Hameln soll mit neuem Konzept fit für den Wettbewerb gemacht werden

„Wir können hier nicht nur zum Spaß backen“

Hameln. Das langgezogene Gebäude am Weserradweg hat sich nicht verändert. Auch auf dem Parkplatz sieht es immer noch so aus wie im Frühjahr. Während die Besucher des Cafés ihr Frühstück genießen, kommen und gehen die Kunden der Hamelner Tafel. Alles wie immer?

veröffentlicht am 01.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Jobst Christian Höche
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Bei weitem nicht, denn: Die Struktur der Hamelner Jugendwerkstatt hat sich geändert. „Wir müssen mehr Geld erwirtschaften, als das bisher getan wurde“, lautet das Credo des Interims-Chefs Bernt Renzenbrink. Nach dem Ausscheiden des langjährigen Jugendwerkstattleiters Klaus-Dieter Jösten hatte Renzenbrink den Job im Frühjahr übernommen.

Nachdem er sich einen Überblick über die finanzielle Situation und die Gegebenheiten verschafft hatte, erarbeitete er zusammen mit seinen Kollegen ein neues Konzept, das die Jugendwerkstatt „nachhaltig zukunftssicher“ machen soll.

„Wir können hier nicht nur Brötchen zum Spaß backen. Die jungen Leute sollen lernen, mit einer dem Arbeitsmarkt vergleichbaren Situation fertigzuwerden“, sagt Renzenbrink. Im Klartext heißt das, dass die Lehrküche zu einer Produktionsküche werden soll. „Wir müssen dringend unsere Einnahmen steigern“, erklärt Renzenbrink seine Beweggründe für die Neuausrichtung. Notwendige Neuanschaffungen in der Küche könnten durch Fördermittel finanziert werden.

Das gerade fertiggestellte Konzept sieht eine Aufspaltung der Einrichtung in zwei GmbHs vor. Die eine soll Jugendwerkstatt Service-GmbH heißen, die andere „Jugendwerkstatt Bildungs-GmbH“. Beide Einrichtungen sollen formalrechtlich getrennt voneinander existieren, aber von einem Gesamtgeschäftsführer geführt werden. Nach Durchsicht aller Zahlen wagt Renzenbrink die Prognose, dass die Jugendwerkstatt mit dem neuen Konzept bereits 2013 schuldenfrei sein soll. „Zurzeit hilft uns der Kirchenkreis durch den finanziellen Engpass.“ Wenn die neue Struktur umgesetzt ist, will Renzenbrink den Platz für einen neuen Chef räumen.

Während in der Jugendwerkstatt alle Zeichen auf Neuanfang stehen, kämpft der ehemalige Leiter Klaus-Dieter Jösten heute vor dem Arbeitsgericht gegen seine Kündigung vom März. Ob heute ein Urteil zu erwarten ist, darüber wollte sein Anwalt Günter Pawelz nicht spekulieren.

Der Kirchenkreis hatte Jösten von allen seinen Aufgaben entbunden, nachdem bei einer Wirtschaftsprüfung Unregelmäßigkeiten festgestellt worden waren. Jöstens Anwalt bezeichnete die Vorwürfe und den Umgang mit Jösten damals als „Unverschämtheit“.

Der Interims-Chef der Jugendwerkstatt Bernt Renzenbrink will die Struktur des Hauses maßgeblich verändern.

Foto: Wal



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