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„Mofa 25“ ist Kult: Drummer Markus Fellenberg über unfrisierten Sound und was die Band antörnt – oder auch abtörnt

„Wir hauen unsere Sache mit Mordsspaß in die Menge!“

Abfeiern – ohne Kolbenfresser oder Lagerschaden: Das klappt garantiert mit Mofa 25. Die Party-Kapelle heizt in klassischer Rocktrio-Besetzung im „Zweitaktsound“ ein und lässt bei der Sport-Gala im Spiegelsaal die Wände wackeln. Egal, ob Rock’n’Roll oder Charts-Hits, Golden Oldies oder Schlager – bei Mofa 25 ist gute Laune angesagt. Schön schrill schon das Outfit der Truppe: In Rüschenhemden und mit Cowboy-Hüten im Leoparden-Look servieren die drei Mofa-Boys Hits am laufenden Band. Ob „Kinks“, „Stones“, „Beatles“ oder „Status Quo“, Elvis, Eric Clapton, Chuck Berry oder Albert Hammond, Dschingis Khan, Abba oder Wolfgang Petry – da wird nicht lange gefackelt: Das unfrisierte „Mofa“ spielt die Klassiker mit oder ohne Verzerrer zum sofortigen Tanzen und mühelosem Mitsingen. Markus Fellenberg, Drummer der Truppe, verriet Karin Rohr, was Mofa 25 auf Touren bringt – oder abtörnt.

veröffentlicht am 08.02.2009 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 12:41 Uhr

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Markus, was für Motoröl braucht ihr, damit ihr in Schwung kommt?

Ne gut gekühlte Kiste ASTRA; aber Knolle muss schon sein! Nach einigen Kilometern nimmt sie auch gerne Barcardi-Mix. Wichtig ist natürlich ’ne Menge gut gelaunter Zaungäste. Dann läuft’s und läuft’s.

Wie kam’s eigentlich zu dem Namen Mofa 25?

Die Beatles gab’s schon, und da wir alle drei der klassischen Mofa-Generation der 70er entsprungen sind, lag es nah, den Namen dieses Kultgefährtes zu unserem Motto zu machen, haha. Denn das Mofa symbolisiert nun mal immer noch die gelungenste Form der Coolness. Johnny, Rocky und Heinz. Das waren noch echte Typen! Und bei 25 km/h war halt eigentlich offiziell Schluss, eigentlich, versteht sich. Bomben-Name, oder?

Ja, der Name ist cool. Was ist mit der Mucke? Habt ihr Lieblingsstücke oder -interpreten?

Es muss rocken, losgehen und darf auch gerne einen Groove haben. Wenn dann noch die nötige Portion Spaß und/oder kultige Sachen mit dazu

kommen, wird’s richtig

gut. Natürlich muss man die Nummern,

die wir so im Ge-

päck haben und

spielen, auch mit

3,5 Promille

noch mitflöten

können, sonst

spielen wir am

Publikum vorbei. Das wollen wir nicht. Mit Marius, T. Rex, Rock’n’Roll, Schlager, kultigen Filmmusiken, den Klassikern der Partykultur und persönlichen Highlights wird der Abend so richtig schön bunt.

Gibt’s Musik, die ihr auf gar keinen Fall spielen würdet?

Wir werkeln an einer „Flippers-Tribute-Show“!!! Fragen?

Nee, jetzt nicht mehr. Wie wichtig ist euch denn das Publikum?

Nur dafür machen wir

das! Wir fahren

Tausende von Ki-

lometern, um auf-

zubauen,

Bier zu trin-

ken, Leute

zu treffen

und nen bäri-

gen Abend

zu verleben.

Das alles geht

nur mit Publi-

kum. Wenn da

nichts ankommt,

wird’s zäh. Aber

keine Sorge, das wis-

sen wir zu verhin-dern.

Gibt’s einen Trick, mit dem ihr Tanzmuffel aufs Parkett lockt?

ROCKY! Frank Farians Hymne der 70er. Seine unnachahmliche Version der „Love Story“. Die Nummer mit dem höchsten Anteil Herz, den man je in ein Stück Musik reinpumpen konnte, lässt auch nach 35 Jahren niemanden ruhig am Tisch oder Tresen stehen ... ohne Worte. Wenn dann ungeahnt beim verbleibenden Rest doch nix gehen sollte, werden die Orange-Verstärker halt auf 11 gedreht.

Was ist das Besondere, das Spezielle an eurer

Besetzung?

Wir sind ein Trio. Selbst der ungeübte Zuhörer merkt, dass letzte Woche

die Kapelle

auf der Silberhochzeit von Tante Erika anders klang, viele Töne – wenig Musik. Wir haben durch die klassische Trio-Besetzung einfach ein wenig Luft dazwischen, ohne uns zu verlieren. Wir leben, atmen, sind dynamisch, ohne etwas vermissen zu lassen. Das merken, hören und fühlen die Leute. Und sie merken auch, dass wir unsere Sache mit sehr viel Energie und einem Mordsspaß in die Menge hauen. Und nebenbei sei unser musikalischer Leiter Herr Manfred Mofa Ziegenbein erwähnt; mehr Musik bekommt man aus einem Menschen nicht raus.

Habt ihr Vorbilder?

Ja! Meine Religion heißt, hieß und wird immer heißen: The Police. Viele Anleihen kann man bei mir an einem Mofa-Abend auch wieder finden. Ralf „Dr. Love“ Brockmann (Bass) steht nun mal, als militanter Gegner der Helmpflicht, auf traditionellen Rock ohne Schnörkel. Das heißt im Klartext: Keine Keyboards und wenn lange Haare, dann gepflegt und bitte ohne Dauerwelle. Ralf Z. ist eher der „Es muss gut sein“-Typ mit Singer/Songwriter-Anleihen. Diese Angaben sind natürlich ohne Gewähr. Vielleicht tauschen beide aber noch heute nur ihre Fix & Foxi-Klebebilder und kloppen sich ums Panzerquartett. Ich weiß nicht ...

Was (oder wer) nervt euch?

Wirte, die uns mit den Worten: „Meine Musikfreunde...“ begrüßen. Da ist das Unheil dann vorprogrammiert. Aber man soll mit allem rechnen, auch mit dem Guten! Und immer dran denken: Trinken ist wichtig!

Mofa 25 bringt garantiert Schwung in jede Party: Ralf Ziegenbein, Ralf Brockmann und Markus Fellenberg (v.li.n.re.) heizen bei der Sport-Gala im „Zweitaktsound“ ein. Foto: pr



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