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Unternehmen hält 80 bis 100 Mitarbeiter am Hefehof für möglich

„Wir haben Großes vor in Hameln“

HAMELN. Die Spedition Purrmann geht, das Direktmarketing-Unternehmen S-Kon kommt. Zum 1. Oktober will die Firma in Hameln ihre Arbeit aufnehmen. 30 Mitarbeiter will das Unternehmen bis dahin eingestellt haben. Ihre Aufgabe: Betreuung von Telefonkunden für die Deutsche Telekom, O2 oder Unity Media

veröffentlicht am 13.08.2017 um 14:49 Uhr
aktualisiert am 13.08.2017 um 17:10 Uhr

Zum 1. Oktober will das Unternehmen S-Kon am Hefehof seine Arbeit aufnehmen.Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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„Wir haben Großes vor in Hameln“, sagt Thomas Ott, einer von drei Geschäftsführern der S-Kon-Gruppe. Von Callcenter will Ott nicht sprechen. „Wir sind kein Callcenter, sondern eine Direktmarketing-Agentur“, sagt er im Gespräch mit der Dewezet. „Wir helfen Anbietern, ihre Kunden zu betreuen.“ Telefonisch. Am Ende läuft die Tätigkeit also doch auf die eines Callcenters hinaus: telefonische Kundenbetreuung.

Die Auftraggeber von S-Kon kommen aus der Telekommunikationsbranche: von der Deutschen Telekom über O2 bis zu Unity Media. Von Hameln aus sollen Kunden von O2 betreut werden. Dabei gehe es vor allem darum, Kunden, die ihren Mobilfunkvertrag gekündigt haben, wieder zurückzugewinnen. Aber auch, um neue Angebote zu unterbreiten. Ott betont: Angerufen würden nur diejenigen Kunden, die O2 gegenüber ihr Einverständnis gegeben haben, angerufen zu werden. Die neuen benötigten Mitarbeiter würden gegenwärtig über Personaldienstleister angeworben. 30 Bewerbungen lägen bereits vor. „Diese Anzahl ist schon mal ein gutes Signal“, findet Ott. Mit mindestens 30 Mitarbeitern will S-Kon in Hameln am 1. Oktober starten, davon sollen 20 in Vollzeit angestellt sein, langfristig seien bis zu 50 Vollzeitstellen denkbar. 44 Arbeitsplätze werden derzeit eingerichtet. Langfristig seien „80 bis 100 Mitarbeiter sind möglich“, sagt Ott. Die Arbeitszeiten reichen von 8 bis 20 Uhr, die Mitarbeiter arbeiten in Gleitzeit. Von vier Stunden bis mindestens acht Stunden am Tag.

Und wieso fiel die Wahl gerade auf Hameln? Der Wahl sei ein Ausschlussverfahren vorausgegangen, sagt Ott. Bestimmte Gebiete seien schon allein deshalb nicht in Frage gekommen, weil dort bereits andere Wettbewerber ansässig seien. Außerdem habe sich mit den im Hefehof 25 angemieteten Gewerbeflächen ein Standort gefunden, der nicht nur für das Unternehmen im Hinblick auf die Anbindung, sondern aufgrund des umliegenden Gewerbes und der Bahnhofsnähe auch für die Mitarbeiter attraktiv sei. „Das Gelände passt zu uns wie die Faust aufs Auge“, sagt Ott.

So oder ähnlich werden die Arbeitsplätze am Hefehof aussehen. Foto: S-Kon/pr
  • So oder ähnlich werden die Arbeitsplätze am Hefehof aussehen. Foto: S-Kon/pr

Bei der Stadt freut man sich über die Neuansiedlung von S-Kon. „Es ist eine hervorragende Nachricht für den Wirtschaftsstandort Hamen“, teilt Stadtsprecher Thomas Wahmes auf Anfrage mit. „Wir freuen uns über diesen Ansiedlungserfolg.“ S-Kon sei ein Unternehmen, „das dynamisch wächst und über großes Potenzial verfügt“. Die Ansiedlung sei von Oberbürgermeister Claudio Griese und Wirtschaftsförderer Sascha Köberle begleitet worden. Die Stadt sei „glücklich, dass wir ein solches Unternehmen gewinnen konnten“, so Wahmes.

Ende Juni hatte die Hamelner Spedition Purrmann Logistik angekündigt, zu erweitern und ihren Standort in der Marienthaler Straße aufzugeben. Die Spedition hat nun vor, sich in Hasperde in dem Gewerbegebiet Rascher Ort anzusiedeln. Für Hameln bedeutet dies ein Verlust an Gewerbesteuer. Die wird künftig von Bad Münder eingestrichen.

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