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Griese will Einführung von Park & Ride und Shuttlebus geprüft wissen

„Wir haben einen Reinhalteplan einzuhalten“

Hameln. Zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs ist die Verwaltung seitens der Politik aufgefordert worden, die Einrichtung alternativer, verkehrslenkender Maßnahmen wie Park & Ride oder City-Shuttlebus zu prüfen. „Wir haben einen Reinhalteplan einzuhalten“, begründete Claudio Griese, Sprecher der aus CDU, Grünen und Unabhängigen Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat einen entsprechenden Antrag. Damit wischte der der Christdemokrat alle Gegenargumente der Opposition vom Tisch, denn sowohl SPD, FDP und auch die Fraktion Piraten/Linke hatten sich aus Kostengründen vehement gegen die Einführung insbesondere eines Park & Ride-Systems ausgesprochen.

veröffentlicht am 30.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:41 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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„Wir wissen, dass das in Hameln nicht funktioniert“, sagte Hans Wilhelm Güsgen. Der Fraktionschef der Liberalen befürchtet zudem, dass dann die Kapazität der Parkhäuser im Innenstadtbereich zurückgefahren werden müsse. „Wir bauen teure Parkgaragen, um sie anschließend schließen zu sollen“, fragte er, um die Antwort gleich hinterher zu schieben: „Das kann es nicht sein.“

Werner Sattler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten, nannte den Antragsinhalt der Gruppe zwar „lobenswert“, brachte aber seine Zweifel zum Ausdruck, dass Park & Ride „in der Praxis an normalen Tagen nicht ausgelastet ist“. Er befürchtet ein weiteres Defizit und fragte in Richtung Gruppe: „Wer soll das bezahlen?“ Eine Antwort bekam er nicht. Dafür aber Unterstützung von Ingo Reddeck (SPD), der die täglichen Kosten für Park & Ride mit 4000 Euro bezifferte und erklärte: „Hameln ist dafür zu klein.“ Die SPD wollte nur zustimmen, wenn es einen Investor gebe, der die Kosten übernähme.

Der ist aber noch nicht in Sicht, und deshalb soll nach dem Willen der Gruppe, die sich mit 27 Ja- gegenüber 17 Neinstimmen bei einer Enthaltung durchsetzte, jetzt prüfen, inwieweit bei Veranstaltungen, an denen die Innenstadt besonders stark von Besuchern frequentiert werde, Park & Ride nebst eines Bus-Shuttle-Services vom Hamelner Bahnhof zur Cityhaltestelle an der Stadt-Galerie Entlastung bringen könne. „An Tagen wie diesen kommt es doch trotz unseres neu installierten Parkleitsystems immer wieder zu Engpässen“, begründete Griese, der auch überzeugt ist, dass „diese Maßnahmen zu einer Entlastung des innerstädtischen Verkehrs führen und die Parksituation beträchtlich entspannen“. Zudem ließen sich Lärm- und Emissionsbelastungen erheblich verringern. Sollte sich eine Probephase als erfolgreich erweisen, so die weiteren Pläne der Gruppe, könnte als nächster Schritt darüber nachgedacht werden, generell auf das Parken auf dem Rathausplatz zu verzichten.



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