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Holzminden verweist auf Schriftstück von 1987 für die Aufnahme von Schülern an Hamelner Gymnasien

„Wir haben eine Zusage von Hameln“

Hameln/Holzminden. Mit Interesse hat die Kreisverwaltung in Holzminden die Aussagen der Hamelner Stadtverwaltung zur Aufnahme von Schülern an den Hamelner Gymnasien aufgenommen. Etwa 900 Schülerinnen und Schüler gehen insgesamt in Holzminden auf das Campe-Gymnasium. Dort käme es zu Kapazitätsengpässen, wenn zahlenmäßig alle Holzmindener Kinder, die auf Gymnasien in Nachbarkreisen gehen, nach Holzminden wollten, sagt sinngemäß die Pressesprecherin des Landkreises Holzminden, Marie-Luise Niegel.

veröffentlicht am 06.04.2017 um 13:48 Uhr
aktualisiert am 06.04.2017 um 16:29 Uhr

In erster Linie sieht sich die Stadt Hameln mit den drei Gymnasien für die Kinder aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont zuständig. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen Reporterin zur Autorenseite
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Insgesamt gingen 210 Schüler aus dem Kreis Holzminden nach Hameln, verteilt auf alle Jahrgänge. „Wir gehen davon aus, dass die Hamelner auf uns zukommen werden“, sagt Niegel über möglichen Gesprächsbedarf. Allerdings weist sie auch darauf hin, dass „wir eine Zusage von Hameln aus dem Jahr 1987 haben, dass unsere Kinder an den Gymnasien aufgenommen werden“. Traditionell gingen „Kinder aus dem Nordkreis nach Hameln“ auf die Gymnasien, so Niegel. Würden nur die „Hamelner“ wieder in Holzminden aufgenommen werden müssen - „das bekämen wir hin“, sagt Niegel. Auch Dieter Fuhrmann, stellvertretender Direktor am Campe-Gymnasium, betont: „Es ist

nicht unser primäres Interesse, dass unsere Schulkinder nach Hameln gehen.“ Im Gegenteil – Kapazitätsgrenzen am Campe-Gymnasium seien nicht erreicht. Schulpendler aus Holzminden gibt es nicht nur nach Hameln, sondern nach Niegels Ausführungen beispielsweise auch von Boffzen nach Höxter und Beverungen sowie von Eschershausen-Stadtoldendorf nach Dassel im Landkreis Northeim. „Wenn alle um uns ihre Grenzen dicht machen“, sagt Niegel, hätte das Holzmindener Campe-Gymnasium ein Problem. Die Stadtverwaltung Hameln hat erklärt, dass künftig zunächst Kinder aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont an den drei Hamelner Gymnasien aufgenommen werden sollen, bevor dann noch freie Kapazitäten an Schüler aus benachbarten Landkreisen zu Zuge kommen. Ausnahmen sollen für entsprechend begabte Kinder für das Vikilu mit seinem Musikzweig gelten und für Geschwisterkinder. Hintergrund der Planung ist eine hohe Zahl an Grundschul-Abgängern zum kommenden Schuljahr.

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