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Förderverein Waldbad Sünteltal blickt optimistisch auf Bäder-Privatisierung

„Wir bleiben weiter aktiv“

Hameln. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird: So sieht es zumindest Ulrich Seddig, Vorsitzender des Fördervereins Waldbad Sünteltal. Im Zuge der geplanten Privatisierung der städtischen Bäder droht dem Verein der Verlust der Gemeinnützigkeit. Was passiert dann mit dem Förderverein? Seddig gibt Entwarnung: „Es wird Veränderungen geben, das ist normal. Aber wir sehen eher die Chancen, die uns die Ausgliederung der städtischen Bäder bietet. Der Förderverein bleibt weiter aktiv, das ist auf jeden Fall klar.“

veröffentlicht am 23.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:41 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Inzwischen scheint sich – auch durch den Einsatz des Vereinsmitglieds Dr. Volker Schöpe – eine Lösung anzubahnen, die leichte Änderungen der Satzung und möglicherweise eine Namensänderung beinhaltet (wir berichteten). Seddig, der seit Anfang März den Posten des Vorsitzenden bekleidet, meint: „Die Gemeinnützigkeit sollte man gar nicht so in den Vordergrund stellen. Wir stellen nur selten Spendenquittungen aus.“ Zunächst stehe ab dem 14. Mai die Saison an, im Herbst wolle man sich mit dem Thema beschäftigen.

Andere Aspekte sind den Förderern wichtiger. Der Verein besteht seit zehn Jahren und zählt 433 Mitglieder, die „von Herzen gern unser Waldbad Sünteltal mit ihrem Mitgliedsbeitrag und persönlichen Einsatz unterstützen“, berichtet Seddig. 12 Euro Jahresbeitrag zahlen die Vereinsmitglieder pro Jahr, mit 20 Euro jährlich sind Familien dabei. Dieses Geld nutzt der Förderverein zum Beispiel für die Anschaffung von Strandkörben und Wasserspielzeug, die Einrichtung und Pflege eines Beachvolleyball-Feldes, die Organisation des Nachtschwimmens und das Aufstellen einer Fasssauna. „Darauf freuen sich die Leute immer ganz besonders“, sagt der Vorsitzende und fügt hinzu: „Die Besucher sollen sich im Waldbad wohlfühlen.“ Das Engagement des Fördervereins sei als Ergänzung gedacht. „Allein könnten wir den Badebetrieb nicht stemmen.“

Für die Zukunft des Waldbads ist Seddig optimistisch – auch weil Oberbürgermeister Claudio Griese kürzlich betont hatte, das Waldbad „definitiv erhalten“ zu wollen. Das Stadtoberhaupt deutete auch an, dass möglicherweise demnächst in den Sommermonaten öfters Busse nach Unsen fahren könnten. Seddig sagt, dass die Busverbindung in das Sünteldorf bereits jetzt „recht gut“ sei. Er glaubt nicht, dass das Waldbad Sünteltal noch deutlich mehr Besucher vertragen würde. Seddig plädiert ohnehin dafür, das Südbad zu erhalten. „Hameln braucht ein Freibad in der Stadt. Viele Familien aus der Südstadt verbringen in den Sommermonaten dort ihre Freizeit“, sagt der Vorsitzende. Es sei fraglich, ob diese Familien nach Unsen fahren würden, falls das Südbad schließt. Bäder seien eine gesellschaftliche Notwendigkeit – auch für die Schwimm- und Sportvereine, meint er. „Dieses Angebot sollte erhalten bleiben.“



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