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Winterdienst: Stadt räumt Fehler ein – aber ...

veröffentlicht am 20.01.2011 um 18:52 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Winterdienst

Hameln. Die geharnischte Kritik vieler Hamelner am städtischen Winterdienst hat zu einer äußerst emotionalen Debatte zwischen Verwaltung, Politik – und Bürgern geführt. Das Ergebnsi: Die Verwaltung schiebt den Schwarzen Peter an die Politik und fordert Geld für ein funktionelles Konzept.

Gleich zu Beginn der Versammlung des Bauausschusses, bei der Bürgerfragestunde, standen unzufriedene Einwohner auf, um ihrem Unmut über den Räumdienst freien Lauf zu lassen. Erster Stadtrat Eckhard Koss räumte zwar ein, dass der Räumdienst „in diesem außergewöhnlichen Winter“ nicht immer optimal gelaufen sei und die Verwaltung ihre Lehren daraus gezogen habe, um für die Zukunft „das eine oder andere daraus zu lernen“, doch dann schob der Baudezernent ein „aber“ hinterher. „Es gibt keine Lex Hameln“, betonte Koss. Auch in anderen Städten und Gemeinden sei es ob des vielen Schneefalls zu Problemen gekommen. „Vereinzelte Kritik ist zwar berechtigt, aber Pauschalangriffe kann ich nicht akzeptieren“, sagte Koss und stellte sich ausdrücklich vor die Mitarbeiter des Betriebshofes und dessen Leiter Uwe Depping.

Koss nahm aber auch die im  Rat vertretenen Parteien in die Pflicht. „Wenn man etwas anderes will, dann muss man das auch beschließen“, unterstrich Depping. Er bezeichnete die Kritik als „überzogen und demotivierend“. Mehr als 50 Einsätze bis zu dreimal am Tag seien gefahren, 500 Tonnen Streusalz verteilt worden. Auch beklagte der Chef des Betriebshofs, dass aufgrund politischer Entscheidungen sein Personal immer mehr ausgedünnt worden sei, es aber Arbeitszeitgesetz und Lenkzeitverordnung zu beachten gelte.

„Der Ton wird rauer, der Bürger fordernder und auch unfairer“, sagte Uwe Schoormann und sparch damit die Reaktionen aus der Bevölkerung an. Der Sozialdemokrat forderte Haushaltsmittel für außergewöhnliche Winter. Der Bürger habe den Winterdienst zu zahlen, den die Stadt leisten soll, widersprach Rüdiger Zemlin (FDP) und Rode erklärte: „Wir sollten für den nächsten Winter etwas Geld bereithalten. Es muss eine intelligente Lösung geben.“

Von Hans-Joachim Weiß



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