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Geplante Anlagen interessieren nur wenige / Ortsrat nimmt Plan zur Kenntnis

„Windkraft ist mir eigentlich egal“

Afferde (tis). Zwar zähneknirschend, aber ohne große Proteste oder Diskussionen nahm der Ortsrat Afferde in seiner jüngsten Sitzung zur Kenntnis, dass östlich des Ortes weiterhin von der Stadt Hameln an einem Vorranggebiet für Windenergieanlagen festgehalten wird.

veröffentlicht am 08.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 23:21 Uhr

Unberührte Landschaft, vielleicht bald „verspargelt“
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Michaela Klank, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung und Planung in der Verwaltung, war nach Afferde gekommen, um einen Zwischenbericht über Untersuchungen zu weiteren Vorranggebieten für Windkraftanlagen zu geben. „Es sind noch keine Gebiete festgelegt, da die Untersuchungen erst im Herbst abgeschlossen sind“, erklärte die Abteilungsleiterin. Vorranggebiete seien wichtig, weil sonst solche Anlagen überall im Stadtgebiet entstehen könnten und dann eventuell nur schwer zu verhindert seien. In Afferde wurde bereits 2004 ein Vorranggebiet an der K 60 an der Grenze zu Hilligsfeld ausgewiesen. Damals wurde unter anderem eine Nabenhöhe von 85 Meter festgelegt.

„Im Hespen“ ist wieder mit dabei

Dieses Gebiet „Im Hespen“ ist bei den neuen Untersuchungen wieder mit dabei; sie finden statt, um weitere Vorranggebiete im Stadtgebiet zu ermitteln. Bei Anwendung aller Kriterien, die gegen solche Windkrafträder sprechen, sind drei Gebiet bei Haverbeck, Halvestorf und Hilligsfeld, das von der Stadtverwaltung bevorzugt wird, übriggeblieben. Sie werden zusammen mit dem bei Afferde näher untersucht. Mindestabstände, etwa zu Wohnbebauungen (750 Meter), Naturschutz und vieles mehr fließen darin ein. „Ein besonderes Augenmerk liegt bei den neuen Untersuchungen etwa auf Brutvögeln und Fledermäusen“, erläuterte Michaela Klank. Nach Abschluss der Untersuchungen soll dann ein Flächennutzungsplan erstellt werden, in dem zum Beispiel die Gesamthöhe der Anlage einschließlich Rotorblätter auf 140 Meter begrenzt werden könnte.

Afferdes Ortsbürgermeisterin Waltraud Mehring betonte, sie halte die Fläche „Im Hespen“ weiterhin nicht für geeignet. Bereits in Jahr 2003 hatte der Ortsrat die Windkraftanlagen klar abgelehnt. Der Stadtrat beschloss jedoch, das Vorranggebiet auszuweisen, mit besagter Begrenzung der Nabenhöhe. Die Afferder Bürger scheint das Thema nicht sonderlich zu interessieren; gerade mal sieben „Stammzuhörer“ verfolgten die Sitzung. Auf das Thema angesprochen, hörte man Stimmen wie: „Ist mir eigentlich egal“ oder „Ich hoffe, die Dinger machen keine Lärm.“



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