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Befremdliche Inschriften auf Hamelner Kriegerdenkmälern – aber keine Mahnung vor Kriegsfolgen

Will Stadt sich aus der Verantwortung stehlen?

Hameln. Der Obelisk steht auf dem Hamelner Garnisonsfriedhof. Die Jahreszahlen „1870-1871“ sind darauf eingemeißelt und darunter die Worte „Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Lebenden zur Anerkennung, den kommenden Geschlechtern zur Nacheiferung“. Davor liegt ein Gebinde aus Tannenzweigen, auf der blau-weiß-rot gestreiften Kranzschleife prangt der Aufdruck „Stadt Hameln“. Heinz Georg Schneider dreht sich angesichts dieses Arrangements der Magen um, denn nichts daran weist auch nur andeutungsweise darauf hin, dass die Stadt heute auf Distanz geht zu der befremdlichen Inschrift. Gemeinsam mit dem Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom hat Schneider im November 2009 einen Vorstoß unternommen, die Kriegerdenkmäler in Hameln durch erläuternde Texttafeln in das Denken und Fühlen ihrer Entstehungszeit einzuordnen und ihnen außerdem eine Mahnung vor Kriegen und ihren Folgen an die Seite zu stellen. Die Politik fand das Anliegen zwar löblich, aber nicht wichtig genug, um für das Projekt 10 000 Euro, verteilt auf drei Jahre, zu bewilligen. Stattdessen sollte die Verwaltung prüfen, ob sich Sponsoren finden lassen, mit deren Hilfe sich die Idee in die Praxis umsetzen lässt. Jetzt hat die Verwaltung den beiden Initiatoren mitgeteilt, dass die versprochene Suche nach Sponsoren leider erfolglos verlaufen sei und sie sich nun bitte selbst um Geldgeber kümmern sollten.

veröffentlicht am 14.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

Brigitte Niemeyer


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