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Wieder Leben in der Luxusimmobilie

veröffentlicht am 26.02.2012 um 08:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (CK). Hektische Betriebsamkeit herrscht seit gestern Mittag im Hottenbergsfeld: In die seit der Insolvenz der Cemag-Holding im Sommer 2009 leer stehende Immobilie hoch oben am Hang ziehen an diesem Wochenende die Hamelner Firma „Aequitas WBL GmbH“ mit bisherigem Sitz auf dem Hefehof und das Schwesterunternehmen E.V.O. ein. „Alle Mann sind an Bord, bis morgen wollen wir fertig sein“, so Geschäftsführer Frank Beck zwischen Kisten, Kästen und Kartons.

In der oberen Etage des Glaspalastes im vierten Stock warten die zwei Konferenzräume auf Gäste. Hier ist bereits alles fertig, weit geht der Blick über die noch winterliche Landschaft. „Diese Räume braucht unser Unternehmen nicht, denn unsere Meetings sind viel zu schnelllebig“, sagt Beck. Er bietet die Räumlichkeiten vielmehr als Produkt für andere Hamelner Firmen an. Apropos: Weil Aeuqitas und E.O.V. nur zwei Stockwerke für ihre derzeit rund 30 Mitarbeiter benötigen, sucht Beck weitere Mieter für die weiteren Flächen. „Etwa zwei bis drei können es noch sein“, meint er, obwohl er bereits Interessenten gefunden hat, deren Namen er allerdings zurzeit noch nicht preisgeben möchte. Auch über den Kaufpreis für die Immobilie bewahrt er Stillschweigen, nennt lediglich den Verkehrswert von 6,5 Millionen Euro. Mehr als neun Millionen hatte der Bau einst gekostet, erworben, so lässt sich spekulieren, hat Beck das Gebäude sicher unter Verkehrswert.

Das Hauptgeschäftsfeld der Aequitas, die Beck gemeinsam mit Geschäftsführer Jens Brakhage führt, liegt in Beratungen und Produktentwicklungen für den IT-Bereich sowie im Outsourcing von Geschäftsprozessen und der Projektentwicklung von Dolar-und Windkraftwerken; das Schwesterunternehmen ist vorrangig in der Energieberatung tätig. Ob die Firma nach dem Umzug neue Mitarbeiter einstellt, ist nach Becks Worten im Augenblick noch „Zukunftsmusik“. Aber: „Wir sind auf Wachstumskurs und werden auch Fördermittel beim Land Niedersachsen beantragen.“ Wobei er natürlich weiß, dass das „derzeit ein sehr sensibles Thema“ ist. „Das wird nicht einfach werden, die Situation ist nicht schön“, bedauert er mit Blick auf die Affäre Wulff und vor allem auf die Kritik an der Förderpraxis des Landes im Zusammenhang mit der ehemaligen Cemag unter dem damaligen Wirtschaftsminister Hirche.

Dennoch geht Beck den Neustart optimistisch an. Plant nicht nur in diesem Jahr die Errichtung eines kleinen Fußballfeldes hinter dem Gebäude, sondern im kommenden Jahr auch die Anlage eines Beachvolleyball-Platzes für die Mitarbeiter.

Und nebenan, im ehemaligen Schulungsgebäude der Cemag Holding, will Beck etwas für die Öffentlichkeit tun. Hier soll ein Fitnessstudio für die Hamelner entstehen, außerdem könnten die Räumlichkeiten für Events aller Art angemietet werden.

Demnächst soll es übrigens einen Tag der offenen Tür geben, und zwar unter dem Motto „Zukunft durch Bewegung“. Weitere Informationen dazu gibt es ab Montag im Internet unter www.aequitas-center.de



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