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Heilemann-Brüder besuchen ihre alte Schule

Wie verdient man viele Millionen ohne Kapital?

HAMELN. Wie wird man reich? Am besten wissen das jene, die reich geworden sind. So wie die zwei jungen Unternehmer aus Hameln, die als jüngste Millionäre Deutschlands Schlagzeilen gemacht haben. Dr. Fabian Heilemann und sein Bruder Ferry Heilemann haben 2002 und 2006 am AEG ihr Abitur gemacht und waren nun an ihrer alten Schule zu Gast, um von ihren Erfahrungen zu berichten.

veröffentlicht am 19.05.2017 um 16:24 Uhr
aktualisiert am 07.08.2017 um 10:47 Uhr

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Jens Spickermann

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„Die standen genau da, wo wir jetzt sind“, sagt Schüler Dogukan Kabayel. Prinzipiell könnten die Schüler in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums also das Gleiche erreichen wie die jungen Unternehmer aus Hameln, die als jüngste Millionäre Deutschlands Schlagzeilen gemacht haben. Dr. Fabian Heilemann und sein Bruder Ferry Heilemann haben 2002 und 2006 am AEG ihr Abitur gemacht und waren nun an ihrer alten Schule zu Gast, um von ihren Erfahrungen zu berichten. In einer Präsentation erklärten die Brüder ihre erste Unternehmensgründung, den Verkauf ihrer Firma „DailyDeal“ und das Geschäftskonzept ihres neueren Unternehmens „FreightHub“.

Wie ist es ihnen gelungen, praktisch ohne Kapital letztendlich viele Millionen zu verdienen? Die Heilemanns zitieren Henry Ford, um ihren Erfolg zu erklären: Wenn er um 1900 die Leute gefragt hätte, was sie sich für ihre Fortbewegung wünschen, sagte Ford später, dann hätten sie „schnellere Pferde“ geantwortet. Es komme also nicht darauf an, das Alte zu optimieren, sondern revolutionär umzudenken. Uber beispielsweise habe eben nicht ein Taxiunternehmen mit möglichst vielen Fahrzeugen aufgebaut. Stattdessen hätte Uber die Digitalisierung für sich genutzt, um ohne ein einziges eigenes Taxi mit einem Vermittlungsdienst weltweit erfolgreich zu werden. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch „FreightHub“, das anstatt Privat-Taxis eher Speditionsangebote vermittelt.

„Das ist schon krass, was die erreicht haben“, sagt der Elftklässler Henrik Wahle. Der Zehntklässler Dogukan Kabayel fand es interessant, zu erfahren, dass es auch bei erfolgreichen Unternehmern nicht immer bergauf gehe. „Man muss auf die Nase fallen, sonst reizt man seine Grenzen nicht aus“, sagt Ferry Heilemann. Was er den Schülern raten würde, sei, neugierig zu sein, neue Sachen herauszufinden und keine Angst vor Fehlern zu haben. Zwar fände er es gut, wenn viele Schüler das Unternehmertum für sich entdeckten, dabei dürfe es aber nie nur ums Geld gehen, sondern auch darum, etwas verändern zu wollen. „Man muss das machen, woran man Spaß hat und worin man gut ist“, sagt er. Bei ihm und seinem Bruder sei das eben, neue Dinge zu kreieren und zu optimieren.

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