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Chinesisches System über 5000 Jahre alt / Als unterstützende Maßnahme durch erfahrene Therapeuten empfohlen

Wie TMC eine Krebstherapie unterstützen kann

Simone S. (51) aus Hameln fragt: Ich bin an Krebs erkrankt und möchte die Therapie naturheilkundlich unterstützen. Meine Freundin hat mir TCM empfohlen. Was wird da gemacht? Und ist das überhaupt sinnvoll für mich?

veröffentlicht am 07.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 06:21 Uhr

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Dr. Sibylle Trapp-Dam-maschke antwortet: Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gehört zu den umfassendsten medizinischen Systemen der Welt und ist über 5000 Jahre alt. Im Gegensatz zur westlich geprägten Schulmedizin trennt sie nicht zwischen körperlichen und seelischen Symptomen. TCM basiert auf sehr wenigen, grundlegenden Prinzipien: dem Prinzip von Yin & Yang,den fünf Wandlungsphasen,den zwölf Funktionskreisen.

Yin & Yang symbolisieren die Balance des Lebens, es sind die beiden Gegenpole des Daseins und dieser irdischen Welt. Gesund ist es, den Ausgleich zwischen den Extremen und somit die eigene Mitte zu suchen. Das System der fünf Wandlungsphasen erklärt die Welt anhand von fünf Grundelementen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Zu jeder Wandlungsphase gehört eine Jahreszeit, eine Emotion, eine Farbe, ein Geruch, eine Fähigkeit und einige Organe des menschlichen Körpers. Wie auf den Sommer immer der Herbst und danach der Winter folgt, so fließt die Lebensenergie im menschlichen Körper von einer Wandlungsphase zur anderen, wobei jede die nachfolgende ernährt und stärkt, aber die übernächste kontrolliert und in der Balance hält. Jeder Wandlungsphase sind zwei (bei Feuer vier) Funktionskreise zugeordnet. Die Essenz dessen, was wir unter Gesundheit verstehen, macht in der TCM dieser kontinuierliche Fluss der Chi-i genannten Lebensenergie aus, der in einer immerwährenden, dynamischen Balance zwischen Verstärkung und Kontrolle fließt. Krankheit entsteht – gemäß dieser Art zu denken – aus dem Stocken in diesem Fluss.

Die TCM hat keinen eigenständigen Begriff für Krebs. Es handelt sich aus dieser Sicht um eine energetische Blockade, eine Stagnation der Körpersäfte. Tumore werden nicht als solche diagnostiziert, Ziel der Behandlung ist nicht in erster Linie deren Vernichtung sondern die Wiederherstellung des „energetischen Gleichgewichts“ im Körper. Oberste Priorität hat, den kompletten Lebensstil umzustellen. Hierzu gehört die Ausgewogenheit in allen Lebensbereichen, das heißt regelmäßige Erholung nach der Arbeit, gleichmäßige körperliche und geistige Tätigkeit, Sport und Relaxen, reichhaltige, mäßige und regelmäßige Ernährung und Vermeidung von psychischer Anspannung.

Zur Unterstützung der schulmedizinischen Krebstherapie kommt außerdem die Akupunktur zum Einsatz. In Studien konnte die Wirksamkeit gegen Übelkeit als Nebenwirkung der Krebstherapie bewiesen werden. Die chinesische Arzneimitteltherapie aus meist pflanzlichen Bestandteilen rundet das Konzept ab.

Fazit: Als unterstützende Maßnahme in der Krebsbehandlung ist die TCM empfehlenswert, wenn sie in erfahrenen Händen liegt.

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Dr. Sibylle Trapp-Dam-maschke.



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