weather-image
13°
Eine Zwischenbilanz / Entscheidung über 64 Einheiten steht an

Wie steht es um die Briten-Wohnungen?

Hameln. Seit über einem Jahr sind die Briten aus ihren Häusern und Wohnungen in Hameln abgezogen, seither wird gepokert, verhandelt, verkauft. 135 Wohneinheiten gehören der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Deren bisherige Bilanz in Kurzform sieht so aus: Über die Zukunft von 64 Wohneinheiten entscheidet die HWG in Kürze; 61 Einheiten möchten Landkreis und Stadt für ein Wohnprojekt nutzen, bleiben zehn –  davon sind neun verkauft, für eines steht der Vertrag laut BImA kurz vorm Abschluss. Im Einzelnen:

veröffentlicht am 27.10.2015 um 18:02 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:46 Uhr

Foto: pixabay (cc)
Birte Hansen

Autor

Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

 

Verkauft!

  • Doppelhaushälften am Thomaweg
  •  4 Reihenhäuser an der Marienstraße
  • 1 Einfamilienhaus am Hammelstein

Diese Einheiten sind durch die BImA versteigert worden. Nach Insiderinformationen seien dort interessant hohe Preise erzielt worden aufgrund der großen Zahl an Kaufwilligen. Der Verkauf eines zweiten Einfamilienhauses am Hammelstein steht laut BImA unmittelbar bevor.

 

Schöner langer Mietvertrag

  • 60 Doppelhaushälften an der Büttenstraße/Kattenwinkel in Wangelist

Mittlerweile stehen einige der 2006 erstellten Doppelhaushälften zum Verkauf im Internet. Wie viele bereits den Eigentümer gewechselt haben, hat gestern keiner beantwortet. Die Verhandlungen um diese Häuser waren vor einem schwierig, weil der zuständige Vertragspartner der BImA eine Vermieterinteressengemeinschaft mit vielen Eigentümern ist – und mit ihnen hatte die BImA Mietverträge bis zum Jahr 2024 geschlossen. Aus Eigentümersicht besteht also wenig Anlass zum schnellen Verkauf.

 

Für Flüchtlinge und Studenten

  • 15 Reihenhäuser Schwindweg
  • 6 Reihenhäuser, 4 Doppelhaushälften am Ludwig-Richter-Weg
  • 36 Reihenhäuser am Haydnweg

Der Landkreis hat Interesse, diese 61 Wohneinheiten der Bima zu kaufen. Elf davon werden laut Kreis in diesem Jahr erworben; bisher war von 14 die Rede gewesen. Verschiedene Finanzierungsmodelle und Fördermöglichkeiten seien der Grund für diese Änderung. Die übrigen Einheiten sollen zunächst angemietet werden. Für das Gebiet wird die Idee eines „Hamelner Künstlerviertel“ verfolgt – ein Viertel, in dem Studenten, Flüchtlinge, Familien zusammen in bunter Vielfalt leben sollen. Mindesten 22 der Wohneinheiten stehen der Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Laut Stadtbaurat Hermann Aden sind elf dieser Wohneinheiten gerade bezugsfertig geworden.

 

Kauft die WGH?

  • 18 Wohnungen am Arndtweg,
  • 4 Doppelhaushälften, 21 Reihenhäuser am Mozartweg/Brucknerstraße
  • 8 Einfamilienhäuser, 12 Wohnungen am Riesackweg/Uhlhornweg

Über etliche dieser Wohneinheiten in Bima-Hand wird verhandelt. Dort hat die Hamelner Wohnungsbaugesellschaft (HWG) laut Aden „die Hand drauf“ – sie hat von ihrer „Erszugriffsoption“ Gebrauch gemacht. Ihre Entscheidung, zu kaufen oder nicht, hat somit Vorrang vor einer Versteigerung. In der kommenden Woche berät der HWG-Aufsichtsrat. Entschließt sich die Gesellschaft gegen einen Kauf, landen die Wohnungen und Häuser auf dem freien Markt. Entscheidungen seien frühestens Mitte November zu erwarten, heißt es seitens der Bima.

 

Von privat

  • 72 Wohnungen an der Cumberlandstraße/Scheckenblick in Afferde

Diese Wohnungen sind in privater Hand und sollen verkauft werden.

 

Nur nicht gammeln lassen

  • 96 Wohnungen an der Fahlte

Vergleichsweise zentral liegen diese Wohnungen in privater Hand – was damit passiert, ist noch unklar. In der kommenden Woche finden Gespräche mit dem Eigentümer statt, in denen die Stadt erfahren möchte, welche Pläne er für die Wohnungen und das Gelände hegt. Einen Wunsch äußert Stadtbaurat Aden für dieses Gebiet: „Dass es nicht leersteht und vor sich hingammelt.“ Dass die Stadt selbst zum Käufer wird, sieht er nicht. „Wir haben nicht das Bedürfnis, anzukaufen“, sagt Aden. Auch künftige Flüchtlinge könnten derzeit noch gut über privat angebotene Wohnungen untergebracht werden. Darauf, dass Wohnraum angeboten werde, sei die Stadt aber nach wie vor angewiesen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt