weather-image
24°
Mitarbeiter erneut umquartiert

Wie lange bleibt die Etage im Rathaus leer?

Hameln. Auf den ersten Blick ist alles wieder im grünen Bereich: Zuletzt vor einigen Wochen sei die Luft in der vierten Etage des Rathauses gemessen worden. Das Resultat: „keine auffälligen beziehungsweise bedenklichen Werte“. Der Stoff 2-Butanonoxim war dort im vergangenen Herbst nachgewiesen worden; 360 beziehungsweise 95 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – der Grenzwert liegt bei 60 Mikrogramm. Doch nun scheint das Thema vom Tisch. Einen „zwingenden Grund“, die Räume in der Etage nicht mehr zu nutzen, gäbe es nicht mehr. Doch die vierte Etage bleibt leer. Zwischenzeitlich seien Mitarbeiter, die dort auch vorher arbeiteten, versuchsweise zurückgekehrt. Doch wieder klagten einige von ihnen über gesundheitliche Probleme, „obwohl sie sich dort nur stundenweise oder kürzer aufhielten“. Ursache? Unbekannt.

veröffentlicht am 11.03.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:03 Uhr

270_008_7691276_hm105_Dana_1203.jpg
Frank Henke

Autor

Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Wir wissen, dass die vorübergehenden Ausdünstungen von Dichtmitteln, die im vergangenen Herbst verarbeitet wurden, bereits seit längerer Zeit abgeklungen sind“, heißt es aus dem Rathaus.

Zudem sei das bei der Renovierung verwendete Mittel grundsätzlich in Ordnung, oder wie es im Verwaltungsdeutsch heißt, es weise „keine vom Hersteller zu verantwortenden, fehlerhaften oder sonst wie zu beanstandenden Produkteigenschaften“ auf.

Letztlich käme es aber für die Stadt auf die Fürsorgepflicht als Arbeitgeber an, „wir sind deshalb auf Nummer sicher gegangen und haben nach Räumlichkeiten gesucht, die wir mit großer Sicherheit als belastungsfrei einstufen können“.

Zunächst wurden die Mitarbeiter in den Räumen der Feuerwache einquartiert. Bis Ende Februar – dann kam der erneute Umzug: „Jetzt sind sie in der Volkshochschule untergebracht.“ Über gesundheitliche Beeinträchtigungen hätte in beiden Ausweichquartieren niemand geklagt.

„Wir werden jetzt zusammen mit dem Gemeindeunfallversicherungsverband, der Arbeitsmedizinerin und der Fachkraft für Arbeitssicherheit weiter eingrenzen, woher die gesundheitlichen Beschwerden resultieren könnten“, teilt die Verwaltung mit. Und bevor die Ursache gefunden ist, soll niemand in die Büros im vierten Stock des Rathauses zurückkehren.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare