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Projekt auch eine Frage des Geldes

Wie kommt die Idee für eine Waldbühne im Klüt an?

HAMELN. Im Klüt könnte wieder eine Waldbühne entstehen. Zumindest würden die Grenzbezieher gern eine Freilichtbühne ins Leben rufen, und zwar mitten auf dem Klüt, am Fuße des Klütturms (wir berichteten). Doch wie kommt die Idee bei den Verantwortlichen in der Verwaltung und im Kulturbetrieb an? Wir fragen nach.

veröffentlicht am 10.01.2017 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 10.01.2017 um 19:40 Uhr

Philipp Killmann

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Reporter zur Autorenseite

In der Stadtverwaltung findet man die Vorstellung einer Freilichtbühne auf dem Klüt schon mal gut. „Natürlich wäre eine Waldbühne eine Chance zur Aufwertung des Bereichs rund um den Klütturm“, sagt Oberbürgermeister Claudio Griese. Er stehe der Idee der Grenzbezieher, „die ja auch sonst sehr viel für die Pflege des Klüts tun, grundsätzlich positiv gegenüber“. Allerdings macht Griese wenig Hoffnung auf finanzielle Mittel vonseiten der Stadt. In Anbetracht der anstehenden städtischen Investitionen in Millionenhöhe – Stichwort Schulzentrum Nord, um nur ein Beispiel zu nennen – könne er sich nur schwer vorstellen, dass da noch Gelder für eine Waldbühne übrig blieben.

Das Gelände, welches wie der gesamte Klütwald Eigentum der Stadt Hameln ist, für kulturelle Zwecke wie diesem zur Verfügung zu stellen, das hingegen könne man sich sehr gut vorstellen. Deshalb soll bei einem in Kürze anstehenden Ortstermin von Forstamtsleiter Ottmar Heise und Vertretern der Grenzbezieher erörtert werden, was in dem einstigen Brunnenareal des Forts George am Fuße des Klütturms überhaupt möglich ist – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Naturschutzes.

Angekündigt hatten die Grenzbezieher zuletzt Gespräche mit der Hameln Marketing und Tourismus (HMT) GmbH, um diese für das Marketing einer möglichen Waldbühne zu gewinnen. Die stehen allerdings noch aus. Aber: Harald Wanger, der Geschäftsführer der HMT, sieht dem Gespräch mit Spannung entgegen, wie er der Dewezet gegenüber sagt, möchte jedoch in der Zeitung „dem Thema nicht vorgreifen“.

Angetan von der Idee der Grenzbezieher gibt sich Wolfgang Haendeler, der Bühnenchef des Theaters Hameln. Es sei grundsätzlich sinnvoll theatralische Angebote in der Stadt zu ergänzen – „denn je mehr los ist, desto besser ist es“. Um alle Angebote unter einen Hut zu bekommen, brauche es aber ein Gesamtkonzept, „an dem ich gerne mitwirken würde“, so Haendeler. So gebe es zwischen dem Theater, dessen Hauptsaison in der Zeit zwischen September und Juni liege, und einer Freilichtbühne, die naturgemäß eher in den Sommermonaten in Betrieb ist, so gut wie keine Reibungspunkte. Anders verhielte es sich mit den in die Theaterspielpause verlegten Musicals, wie etwa „Die Päpstin“. Da müsse man sich abstimmen. Denkbar auch, dass so ein Musical auf der Waldbühne selbst stattfände. Aber Haendeler ist sich im Klaren darüber, dass dies noch Zukunftsmusik ist. Vom Verein Weserbergland Tourismus war gestern zum Thema keine Einschätzung zu bekommen.

Eine Waldbühne auf dem Klüt würde im Übrigen nicht nur an die Freilichtbühne von 1939 anknüpfen, sondern vielleicht auch an eine weniger weit zurückliegende Tradition. Zumindest wusste die Dewezet im Juni 1960 von einem Serenadenkonzert zu berichten, das genau dort stattfand, wo die Grenzbezieher jetzt eine Waldbühne sehen wollen: am Fuße des Klütturms.



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