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Marketingexperte stellt Strategien vor / Auge in Auge mit dem Kunden

Wie können Einzelhändler die Internetkonkurrenz schlagen?

HAMELN. Der Online-Handel boomt und setzt die Einzelhändler vor Ort immer mehr unter Druck. Experten schätzen, dass sich die Umsatzanteile im Netz bis 2020 verdoppeln werden – was für viele regionale Unternehmen das Aus bedeuten könnte, wenn sich nichts ändert. Ein Rezept, um trotz der vermeintlich übermächtigen digitalen Konkurrenz am Markt bestehen zu können, hat Norbert Beck parat.

veröffentlicht am 01.06.2016 um 10:46 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

Lieber lokal

Autor:

Andreas Timphaus
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HAMELN. Der Online-Handel boomt und setzt die Einzelhändler vor Ort immer mehr unter Druck. Experten schätzen, dass sich die Umsatzanteile im Netz bis 2020 verdoppeln werden – was für viele regionale Unternehmen das Aus bedeuten könnte, wenn sich nichts ändert. Ein Rezept, um trotz der vermeintlich übermächtigen digitalen Konkurrenz am Markt bestehen zu können, hat Norbert Beck parat. Der Experte für Emotionsmarketing aus Neumarkt bei Nürnberg stellte gestern Abend vor rund 120 Unternehmern und Einzelhändlern aus der Region seine Erfolgsformel „R+E=K“ vor – „Regionale und emotionale Nähe führen zur Kaufentscheidung“, sagte der Wirtschaftsingenieur.
Zum Auftakt der Aktion „Lieber lokal“ von Dewezet und Pyrmonter Nachrichten in Zusammenarbeit mit der Firma Metatrain erklärte der Marketingexperte anhand dreier Strategien und plakativer Beispiele, wie regionale Händler ihre emotionale Nähe stärken. Zum einen sollten sie „andere Angebote als das Internet anbieten“, meint Beck. Er begründete die Strategie mit der Tatsache, dass es weltweit immer jemanden gebe, „der es billiger macht“. Zudem entziehe sich ein Händler, der spezielle Produkte verkauft, der „lästigen Preisdiskussion“. Beck machte seinen Gedanken anhand des Beispiels von Heinz Lehmann deutlich. Der Spielwarenhändler aus Hannover begann vor einigen Jahren damit, Spieleabende für Männer zu veranstalten. Die Idee wurde ein riesiger Erfolg und ist inzwischen Lehmanns größte Einnahmequelle. „Sie sollten nun überlegen, was Ihr Spieleabend sein könnte“, forderte Beck die Zuhörer auf, innovativ zu denken und mutig zu sein. „Erst dann ergeben sich Chancen für Neues“, sagte er.
Strategie zwei: Stationäre Händler sollten anders kommunizieren als das Internet. „Es zählt jedes einzelne Wort“, erklärte der Experte. Er empfahl, negative Begriffe zu vermeiden und das Schaufenster des Ladens als Bühne für das Unternehmen anzusehen.
Der wichtigste Ansatz, um gegen die Internetkonkurrenz zu bestehen, ist für Beck aber die Schaffung einer anderen Begegnungsqualität, als sie es das Internet bieten kann. „Seien Sie Auge in Auge mit dem Kunden“, forderte er die Unternehmer auf. Auf den Augenkontakt folge eine freundliche Begrüßung und dann das aus Becks Sicht entscheidende Element: ein Lächeln. Beck machte deutlich, dass diese Strategie für jeden Mitarbeiter des Betriebs gelten müsse. „Sonst sollten Sie ihm die Gelegenheit geben, sich einen anderen Job zu suchen“, empfahl der Fachmann.
Der kurzweilige Vortrag zeigte auf, dass sich regionalen Firmen auch in Zeiten des Online-Handels alle Möglichkeiten bieten – „die neuen Medien haben Grenzen“, sagte Beck. Er riet: „Besinnen Sie sich auf Ihre Tugenden!“



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