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Präventionsrat befragt 700 Schüler

Wie kann man Kriminalität von Jugendlichen vorbeugen?

Hameln. Unter welchen Bedingungen können Kinder und Jugendliche in Hameln ihr Potenzial am besten ausschöpfen? Welche Umstände sorgen dafür, dass sie ein problematisches Verhalten entwickeln? Und gibt es Möglichkeiten, ein Abgleiten zu verhindern? Antworten auf diese Fragen erhofft sich der Präventionsrat von einer Umfrage, deren Ergebnisse noch in der ersten Jahreshälfte vorgestellt werden sollen.

veröffentlicht am 27.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:41 Uhr

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Das Ziel des Präventionsrates ist es, die negativen Begleiterscheinungen in der Entwicklung Heranwachsender wie Gewalt, kriminelle Handlungen, Alkohol- und Drogenmissbrauch, vorzeitige Schulabbrüche, Teenagerschwangerschaften sowie Depressionen und Ängste zu vermeiden. „Wir wollen präventiv handeln und frühzeitig unterstützen. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in ihrem Aufwachsen zu stärken“, sagt die Vorsitzende des Präventionsrates, Stadträtin Gaby Willamowius.

Zu diesem Zweck greift der Präventionsrat auf die renommierte, Ende der 1980er Jahre in den USA entwickelte Methode Communities That Care (CTC) zurück. Diese zielt darauf ab, dass Kinder und Jugendliche in einer sicheren und lebenswerten Umgebung aufwachsen, in der sie sich geschätzt, respektiert und ermutigt fühlen, ihr Potenzial zu nutzen. Dazu hat der Präventionsrat von April bis Juni des vergangenen Jahres insgesamt 700 Schüler von acht Hamelner Schulen anhand eines Fragebogens interviewen lassen.

In den kommenden Wochen wird der Präventionsrat mit Fachleuten die Ergebnisse analysieren. „Wir wollen Erkenntnisse darüber erlangen, welche speziellen Chancen und Risiken wir hier in Hameln haben, und dann schauen, wie die unterschiedlichen Akteure vor Ort auf eine möglichst günstige Entwicklung der Kinder und Jugendlichen hinwirken können“, erklärt Gaby Willamowius. In diesem Zusammenhang kann sie sich auch vorstellen, dass durch eine noch intensivere Zusammenarbeit der bestehenden sozialen Einrichtungen die Risiken wirkungsvoller bekämpft werden könnten. „Wir wollen das Potenzial, das wir bereits in unserer Stadt haben, noch besser ausschöpfen“, sagt Gaby Willamowius.

Die Ergebnisse der Studie sollen im Frühsommer vorgestellt werden und Grundlage der weiteren Präventionsarbeit sein. Geplant ist, auch in Zukunft Schüler zu befragen, um festzustellen, ob die von der Stadt vorgenommenen Änderungen positive Auswirkungen auf das Verhalten der jungen Generation haben.red

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