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Stadt lässt Sanierungskonzept für die Nordstadt erstellen

Wie kann ein ganzes Viertel Energie sparen?

Hameln. Vor 70 Jahren gab es dort nur Felder und Wiesen: Die Hamelner Nordstadt entstand erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges, als die Bevölkerung allmählich wieder anwuchs. Bei Kriegsbeginn lebten in Hameln knapp 30 000 Menschen, 1950 waren es bereits 48 122 – der nötige Wohnraum wurde innerhalb nur weniger Jahre geschaffen, im Norden Hamelns entstand ein komplett neues Stadtviertel. Heute ist die Nordstadt einer der am dichtesten bebauten Stadtteile Hamelns. In den 1950er und 1960er Jahren sollten die Häuser vor allem günstig, funktional und schnell fertig sein – und so sind die Geschosswohnungen, Reihen- und Einfamilienhäuser in der Nordstadt fast flächendeckend unzureichend gedämmt und haben einen hohen Energieverbrauch.

veröffentlicht am 06.02.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:09 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Beispielgebend für die gesamte Stadt soll dort nun untersucht werden, wie die Energieeffizienz eines ganzen Viertels gesteigert werden kann. Im Auftrag der Stadt wird die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft ein Sanierungskonzept für die Nordstadt erstellen. Die Experten beginnen im Februar mit der energetischen Bestandsaufnahme des Quartiers, „das eine Bausubstanz aufweist, die, was den energetischen Zustand angeht, nicht mehr zeitgemäß ist“, heißt es vonseiten der Stadt. Knapp 70 000 Euro soll das Sanierungskonzept kosten, 65 Prozent davon fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Das zu begutachtende Gebiet erstreckt sich nördlich der Löhner Bahn, wird im Westen durch Reherweg, Lemkestraße und Senator-Ebenbach-Weg begrenzt, im Norden durch den Bertholdsweg und die Nordgrenze des Gundolph-Parks und im Osten durch Leharweg, Woltemathestraße und Rückertstraße. 3085 Menschen leben hier auf einem Gebiet, das so groß ist wie 88 Fußballfelder.

„Wir wollen aufzeigen, welche Energieeinsparpotenziale bestehen und welche konkreten Schritte möglich sind, um CO2-Emissionen zu senken“, sagt Stadtbauart Hermann Aden. Alle „gebäudebezogenen Kosten“ müssten zwar die Eigentümer tragen – „sie profitieren aber direkt von der Gesamtkonzeption, weil dargelegt wird, was genau sie tun können“, heißt es aus dem Rathaus. „Das Konzept könnte ein ganzes Stadtviertel energetisch voranbringen“ – doch dafür sind die Eigentümer gefragt. „Wir werden Bewohner und Eigentümer mit ins Boot nehmen und gemeinsam mit ihnen diskutieren, wie wir einzelne Schritte zur Energieeinsparung umsetzen können“, sagt Aden.

Erste Informationen für Bewohner und Eigentümer gibt es am Donnerstag, 12. Februar, um 18 Uhr in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums.



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