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„Erben sicherlich gesprächsbereit“

Wie geht es weiter mit dem Rieger-Kino?

Hameln (dpa). Die Zukunft des verfallenen Traditionsgebäudes an der Deisterallee ist wieder offen. Der im vergangenen Jahr gestorbene NPD-Funktionär Jürgen Rieger hatte das ehemalige Kino und frühere Hotel „Monopol“ aus der Gründerzeit vor zehn Jahren gekauft. Er hatte dort ein rechtsradikales Tagungszentrum einrichten wollen. Allerdings investierte er nicht mehr in das Gebäude, das seitdem zum Großteil leersteht.

veröffentlicht am 02.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 19:41 Uhr

Stillstand am ehemaligen City-Kino: Investoren sind noch nicht i
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„Die Erben werden versuchen, die Gebäude zu verkaufen“, sagte Rechtsanwalt Wolf-Dieter Hauenschild, der den Nachlass Riegers verwaltet. Konkrete Pläne für das Objekt in Hameln gebe es aber noch nicht. „Wir sind dabei, eine Aufstellung des Nachlasses zu machen“, sagte Hauenschild. Die Erben müssten entscheiden, wie es mit den Gebäuden, die Rieger einst gekauft hatte, weitergehen soll. „Wenn es einen Interessenten gibt, sind die Erben sicherlich gesprächsbereit“, betonte der Rechtsanwalt.

Sein Vermögen hatte Neonazi Rieger seiner Familie vermacht, die keinen Bezug zur rechtsextremen Szene hat. Bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts war das damalige Hotel „Monopol“ das kulturelle und gesellschaftliche Zentrum Hamelns mit einem großen Veranstaltungssaal.

Danach war ein Kino in den Räumen untergebracht. Seit Jahren verfällt das unter Denkmalschutz stehende Gebäude, der Putz bröckelt von der Fassade, die Fenster sind mit Plakaten beklebt, und auf dem Dach weht noch immer die NPD-Fahne auf Halbmast.

Die Nutzungsmöglichkeiten sind laut Stadtsprecher Thomas Wahmes allerdings sehr eingeschränkt. Ein weiteres Kino werde in Hameln nicht benötigt. „Für Versammlungen darf das Gebäude aus baurechtlichen Gründen nicht mehr genutzt werden“, betonte Wahmes. Erst müsse der Brandschutz sichergestellt und auch die Elektrik erneuert werden. Dafür seien hohe Investitionen erforderlich. Auch ein Hotel käme nicht infrage, da es zu wenig Parkplätze gibt und zudem in der Stadt genügend Gästebetten vorhanden sind. Ein Investor sei nicht in Sicht.



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