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Verwaltung soll Auslastung der Standorte analysieren

Wie entwickelt sich der Sport?

Hameln. Sportvereine, die vorher verfeindet waren, reden wieder miteinander. „So etwas soll es ja geben“, sagt Kreissportbund-Chef Fred Hundertmark mit Blick auf die Entwicklung in Rinteln. Die Stadt hat bereits vorgeturnt, was Hameln nun bevorsteht: Ein Sportentwicklungsprogramm soll erstellt werden, so der Antrag der Gruppe CDU/Grüne in Hameln. Was sich sperrig anhört, soll letztendlich für Bewegung sorgen – und aufzeigen, welche Sportstätten noch benötigt werden. Doch bis das Konzept steht, muss sich vor allem die Verwaltung viel bewegen: Sie muss antreten in den Disziplinen Datenerhebung, Befragung und Einbindung der Vereine. Wer hier gewinnen will, muss vor allem eins sein: geduldig. „Zwei Jahre hat es in Rinteln gedauert – und das auch nur, bemerkt Hundertmark, weil man sich Unterstützung der Uni Wuppertal geholt habe. „Auch Studenten haben sich damit befasst.“ Dennoch liefen Kosten von rund 80 000 Euro auf.

veröffentlicht am 04.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

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Autor:

von andrea tiedemann
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Doch braucht Hameln so ein „tiefschürfendes“ Konzept überhaupt? Das wurde im gestrigen, für Sport zuständigen, Ausschuss noch nicht ganz klar. Ursula Wehrmann (Grüne) sagte aber, sie „denke nicht an ein Konzept für 80 000 Euro“. Zwingend nötig, so sieht Hundertmark es, sei zumindest eine Analyse der Sportstätten und deren Auslastung. Das müsse aber „ein Externer“ machen, empfiehlt er. Und er macht deutlich: „Wer bezahlt, hat das Sagen.“

Doch derzeit ist die Verwaltung erst beim Aufwärmtraining: Mit dem Softwareprogramm „Prosport“ werde derzeit die Belegung erfasst, berichtete Dr. Simone Tünnermann, Leiterin des Referats „Kommunales Bildungsmanagement“. Das Ziel: ein „Sportstättenatlas“, anhand dessen man auch spezielle Fragen – etwa besondere Nachfrage in bestimmten Altersgruppen – beantworten kann. Bis zur nächsten Sitzung soll nun eine erste „Projektskizze“ für eine Sportentwicklungsplanung erstellt werden. Hundertmark merkt an: „Es müssen aber auch nicht die Sportstätten Ausgangspunkt der Entwicklung sein.“ Man könne genauso gut die demografische Entwicklung ins Auge fassen – und dann planen.

Als „falsch“ bezeichnet Hundertmark die Haltung des Landkreises: Dort sei ihm eindeutig kein Interesse signalisiert worden, eine gemeinsame Entwicklung anzugehen, berichtete er. „Das muss man so hinnehmen.“

Wie gut sind die einzelnen Sportstätten ausgelastet? Welche Kurse werden besonders nachgefragt? Ob auch die Sporthalle auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne eine Rolle im Sportentwicklungsprogramm spielt, ist noch offen.Dana

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