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Leserärger wegen eines Knöllchens in der Domeierstraße

Wie ein neues Schild alles verändert

Hameln. Auch beim Straßenschild kommt es auf den kleinen, feinen Unterschied an. Das musste einer unserer Leser dieser Tage schmerzhaft feststellen. Er hat ein Knöllchen bekommen, als er in der Domeierstraße parallel zur Straße halb auf der Fahrbahn und halb auf dem Gehweg parkte. Zweifel daran kamen dem Bisperoder nicht, denn direkt vor ihm stand doch das Schild, dass das Parken grundsätzlich erlaubt. Zusätzlich verführt der Niederbordstein dazu, dort entsprechend zu parken. Noch dazu ist der Fußweg unterschiedlich gepflastert und zwar genau so, dass ein Auto halb auf dem Gehweg parken kann. Erbost über das Knöllchen vermutete unser Leser sogar, dass die seit 28. April in der Domeierstraße geltende Einbahnstraßenregelung dahinterstecke. Bei eigenen Recherchen ist er nicht weitergekommen und habe vom Ordnungsamt der Stadt nur zu hören bekommen, dass das jetzt vorübergehend so sei, er aber nicht der einzige wäre, der bislang „erwischt“ wurde. Was hat es damit auf sich, dass die Stadt Knöllchen verteilt, ein Straßenschild aber darauf hinweist, dass das Parken erlaubt ist? Die Pressestelle der Stadt Hameln klärt auf. Bereits seit sechs Monaten sei das Parken auf dem Gehweg verboten. Stehe man jedoch komplett auf der Straße, ist es erlaubt. Weil es eine Einbahnstraße ist, ist es dann auch egal, ob auf der linken oder der rechten Straßenseite. Zuvor durfte aber auf dem Gehweg geparkt werden, so wie es der Bisperoder getan hatte. Dies wurde mit dem entsprechenden Straßenschild geregelt. Neben dem P für Parken war auf dem Schild das Piktogramm eines Autos abgebildet, das halb auf dem Gehweg parkt. Inzwischen ist das Schild ein anderes, das Piktogramm nicht mehr da und Parken auf dem Gehweg somit verboten. Damit ist auch alle Aufregung aufseiten des Falschparkers über das Knöllchen umsonst. Hätte er auf der Straße geparkt, er hätte nicht zahlen müssen.

veröffentlicht am 04.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:41 Uhr

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Autor:

von christoph Boßmeyer
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Ein Blick auf die Dauer des geänderten Parkens in der Domeierstraße macht auch deutlich, dass die neue Parkregelung keineswegs mit der erst später eingerichteten Einbahnstraßenregelung zusammenfällt. Vielmehr soll das geänderte Parken dort für Verkehrsberuhigung sorgen. Von der Verwaltung heißt es dazu, dass so auch der Fußweg breiter sei und besser von Fußgängern genutzt werden könne. Weiter erlaube es die Breite der Fahrbahn, dass die Autos komplett auf der Straße parken würden – genau das sorge ja für die Beruhigung des Verkehrs. Vonseiten der Stadtverwaltung gibt es aber auch Verständnis für unseren Leser und alle, die in den vergangenen Monaten dort ein Knöllchen bekommen haben. Schließlich deutet vieles auf den ersten Blick darauf hin, dass in der Domeierstraße auf dem Gehweg geparkt werden dürfe – und der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Und nur, weil die Parkregelung jetzt anders ist, könne ja nicht gleich der Fußweg einheitlich gepflastert werden, so die Verwaltung weiter – täte sie dies, wäre die Aufregung sicher noch größer, heißt es. Stattdessen setzt die Stadt auf den Faktor Zeit, bis die Regelung Gewohnheit wird.

So darf in der Domeiersraße nicht mehr geparkt werden. Das Straßenschild links oben im Bild spricht eine deutliche Sprache, auch wenn der Belag des Fußwegs noch an die ehemalige Regelung erinnert, nach dem das Auto im Bild rechtmäßig geparkt hätte.cbo



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