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Informationsveranstaltung am 22. März

Wie der Weiße Ring Gewaltopfern hilft

HAMELN. Der Weiße Ring ist eine Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und ihre Familien. Auch Kader K., die junge Frau, die im letzten Jahr in Hameln auf schreckliche Weise verletzt worden ist, hat Hilfe vom Weißen Ring erhalten. Am Mittwoch, 22. März, will sich die Institution und ihre (ehrenamtliche) Arbeit von 10 bis 13 Uhr am Hochzeitshaus einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

veröffentlicht am 14.03.2017 um 16:53 Uhr
aktualisiert am 15.03.2017 um 09:10 Uhr

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Reporterin

Die Schrecken wird Kader K. wohl ihr Leben nicht vergessen: Wie mehrfach berichtet, war die junge Frau Anfang des Jahres mit einem Seil hinter einen Pkw gebunden und durch die Stadt geschleift worden. Wie durch ein Wunder hat sie überlebt. Doch die Narben nicht nur am Köper, sondern auch auf der Seele werden bleiben. Und so wie der jungen Frau geht es den meisten, die Opfer eines Verbrechens werden – mit den Folgen der Tat haben sie noch viele Jahre später zu tun. Zum Glück ist Kader K. mit ihrem Elend nicht allein: Der Weiße Ring, eine Organisation, die Menschen wie ihr hilft, ist auch diesmal eingesprungen, hat ihr einen Opferanwalt zur Seite gestellt und betreut die traumatisierte Frau.

Am Mittwoch, 22. März, will sich die Institution und ihre (ehrenamtliche) Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorstellen, und zwar von 10 bis 13 Uhr am Hochzeitshaus. Anlass ist der bundesweite „Tag der Kriminalitätsopfer“, mit dabei ist auch der Präventionsrat Hameln und die Prävention der Polizei Hameln/Holzminden. Für Aufmerksamkeit sorgt darüber hinaus der Hinweis auf die über 40-jährige professionelle Arbeit der ehrenamtlichen Opferhelfer des Weißen Rings, dessen Außenstelle Hameln einst nach einem schlagzeilenträchtigen Mordfall unter anderem auf Initiative des damaligen Kriminalhauptkommissars Karl-Heinz Schulz gegründet worden war. „Als Opfer stehst du erst einmal allein da, bist plötzlich und brutal aus deinem Leben rausgeschubst worden. Da brauchst du jemanden, der mit dir redet und der sich um dich kümmert“, sagt Christian Jahn-Pabel, Leiter der Hamelner Außenstelle. Für Gewaltopfer sei es wichtig, zu wissen, dass es neben der Polizei eine Anlaufstelle gebe, die Betroffene auch außerhalb des Strafverfahrens unterstütze, so Jahn-Pabel. Am Tag der Kriminalitätsopfer gehe es darum, die Nöte und Belange von Menschen, die schuldlos in Not geraten seien.

Information

Der Weiße Ring

Die Organisation wurde 1976 in Mainz gegründet als „Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten“. Er ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität, unterhält ein Netz von rund 3200 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Helfern in 420 Außenstellen, hat über 100 000 Förderer und ist in 18 Landesverbände gegliedert. Er finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.



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