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Sparkasse Weserbergland eröffnet Wilhelm-Busch-Haus in der Fischpfortenstraße nach langwieriger Sanierung

Wie aus einer Vision Wirklichkeit wird

Hameln. „Unmöglich ist das Wenigste, wenn man es nur will.“ Wilhelm Busch, der „Großspötter aus der niedersächsischen Provinz“, hat vermutlich zu Lebzeiten nicht geahnt, wie sehr sein Sinnspruch sich in Hameln mal erfüllen sollte. Umso mehr zeigte sich gestern, bei der Einweihung des Wilhelm-Busch-Hauses in der Fischpfortenstraße 11, wie sehr die Sparkasse Weserbergland ihr Handeln auch an dem niedersächsischen Heimatdichter aus Wiedensahl ausgerichtet hat, indem sie den Bürgern der Region mit einem geradezu unglaublichen Kraftakt ein kulturelles Erbe bewahrt, das in der Rattenfängerstadt seinesgleichen sucht.

veröffentlicht am 28.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 14:41 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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So wies auch Vorstandsvorsitzender Friedrich-Wilhelm Kaup darauf hin, dass das aus dem 16. Jahrhundert stammende, historisch wertvolle Steinhaus, in dem Busch viel Zeit bei seinen Verwandten verbracht hatte, eine Vision gebraucht hat. Acht Jahre hat die sensible Restaurierung schließlich gedauert, bis die Sparkasse das historische Erbe endlich fit für die Zukunft machen konnte – eine architektonische Maßgabe und mittlerweile auch eine planerische Glanzleistung für das Gebäude, das zwar bereits im September 1971 für kommende Generationen gesichert wurde, dann aber nach und nach zunächst verfiel.

Das Unmögliche wagten schließlich auf Beschluss des Verwaltungsrates die Architekten Grohmann und Lehnhardt GmbH aus Hamburg, fachkundig begleitet von den betreuenden Hamelner Architekten Wolfgang Hertrampf und Uwe Brokate und vor allem von Projektsteuerer Wilhelm Henschel, der bereits vor 30 Jahren hier schon einmal ein Baubüro bezogen hatte – ein Leben für die Sparkasse.

Es hieße, die Fachkenntnis von Laien überzustrapazieren, aber die Herausforderungen der Sanierung waren gewaltig und können – in enger Zusammenarbeit mit der städtischen Denkmalpflege – wohl als einzigartig erklärt werden. Entstanden jedenfalls ist gewissermaßen ein Haus im Haus, das in einem Spannungsfeld zwischen dem Altbau, der denkmalgerecht saniert werden musste, und einem Neubau entstanden ist, der zum Hof hin aus dem Gebäude herausrückt. Dass an der Umsetzung dieser Vision für 34 verschiedene Gewerke viele Handwerker aus der Region beschäftigt waren, dazu fühlte sich die Sparkasse Weserbergland verpflichtet, getreu dem Motto „Nah an den Menschen“, wie es auch der geniale Dichter, Zeichner und Humorist Busch stets für sich in Anspruch nahm. Die lange Suche nach einer Lösung für das Wilhelm-Busch-Haus hat nunmehr ein Ende gefunden: Das PrivatBanking mit allen Dienstleistungen einer traditionellen Sparkasse wie auch allen Vorteilen der modernen Informations- und Kommunikationstechnik hat hier eine neue Heimat.

Statt des üblichen Schlüssels gibt’ s einen Spruchbalken: Projektsteuerer Wilhelm Henschel, Vorstandsvorsitzender Friedrich-Wilhelm-Kaup, die Architekten Lehnhardt und Grohmann aus Hamburg und Vorstandsmitglied Thomas Greef (v .li.).

Das würdigte gestern auch Landrat Tjark Bartels, zugleich Verwaltungsratsvorsitzender, der der Auffassung widersprach, Busch sei ein Eigenbrötler gewesen – im Gegenteil. Er habe seine Mitmenschen durchaus gemocht, ihnen lediglich von Zeit zu Zeit kritisch den Spiegel vorgehalten, zumal ihm alles Getue und Gespreize zuwider gewesen sei. Aber Busch habe seine Heimat und das Weserbergland immer hoch geschätzt, so, wie auch die Sparkasse Weserbergland jetzt mit diesem von ihr restaurierten städtebaulichen Kleinod die Verbundenheit zur Region unter Beweis stelle. Bartels: „Mit dem Wilhelm-Busch-Haus in Hameln hat das Weserbergland einen neuen Hingucker bekommen.“



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