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Oberbürgermeister Griese ehrt ehemalige Zwangsarbeiterin mit Empfang

„Wichtiges Signal der Völkerverständigung“

Hameln. In der Stadt hat sie viel Leid erfahren, aber auch ihre große Liebe gefunden: Olga Barbesolles Leben bleibt immer mit Hameln verbunden. Oberbürgermeister Claudio Griese würdigte gestern im Saal des Hochzeitshauses auf dem Empfang für die ehemalige Zwangsarbeiterin, dass sie trotz der leidvollen Erfahrungen „ein gutes Verhältnis“ zur Rattenfängerstadt habe. „Das ist ein wichtiges Signal der Völkerverständigung“, sagte Griese.

veröffentlicht am 09.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:41 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Im März 1942 wurde die gebürtige Ukrainerin deportiert. Im Rüstungswerk Domag musste sie bis zur Befreiung durch die Amerikaner am 7. April 1945 arbeiten. Hier lernte sie auch den Franzosen Robert Barbesolle kennen, den sie noch in Hameln heiratete.

Ihre Erinnerungen verarbeitete die heute in Frankreich lebende Frau im Buch „Les Sans-Amour – Die Ungeliebten“, dessen Übersetzung am Dienstag bei einer Lesung vorgestellt wurde. Herausgeber ist der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom. Bei ihm bedankte sich der Oberbürgermeister für seinen Einsatz bei der Aufarbeitung dieses „schmerzhaften Kapitels“ der Stadtgeschichte.

Barbesolles Kinder Hélène Coupé und Michel Barbesolle waren ebenfalls in die Rattenfängerstadt gekommen. Coupé bedankte sich im Namen ihrer Mutter für die warmen Worte. Sie sagte: „Auch meine Wurzeln liegen in Hameln.“ Coupé wies auf die zahlreichen Krisenherde überall in der Welt hin. In solchen Zeiten sollten sich die Menschen wieder auf Werte wie Vernunft, Verständnis und Großzügigkeit besinnen. Als Geschenk überreichte der OB der 89-Jährigen eine Sammlung mit Federzeichnungen von Gebäuden der Rattenfängerstadt. Er endete mit den Worten: „Das war hoffentlich nicht der letzte Besuch in Hameln.“



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